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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
10. Mai 2017

Schlaganfall: Dank Digitalisierung 3.000 Sterbefälle weniger pro Jahr

2015 starben 4.298 Menschen in Bayern an Schlaganfällen beziehungsweise an Hirninfarkten. Das sind 2.955 weniger als vor 13 Jahren wie die Techniker Krankenkasse (TK) zum Tag gegen den Schlaganfall mitteilt. Im Jahr 2003 startete in Bayern das "Telemedizinisches Pilotprojekt zur integrierten Schlaganfallversorgung", kurz TEMPiS. Seitdem ging die Zahl der jährlichen Todesfälle nach einem Schlaganfall stetig zurück. Berücksichtigt man den Einwohnerzuwachs im Freistaat sterben heute 56% weniger Bürger in Bayern nach einem Schlaganfall als 2003.
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Flächendeckend telemedizinische Schlaganfallnetzwerke in Bayern

Durch die telemedizinische Anbindung von Kliniken mit Schlaganfallabteilungen an die überregionalen Schlaganfall-Spezialstationen, den sogenannten "Stroke Units", entfallen beispielsweise lange Transportwege für den Patienten. Per Video und Direktleitung ist der neurologische Facharzt quasi vor Ort dabei. Das sorgt für eine signifikant bessere Behandlungsqualität, die durch Internet und Digitalisierung ermöglicht wird. Der Nutzen für den Patienten ist enorm - besonders in einem Flächenstaat wie Bayern. Mit TEMPiS (Südostbayern), STENO (Mittel- und Oberfranken), NEVAS (Schwaben und westliches Oberbayern) und TRANSIT (Unterfranken) existieren im Freistaat vier telemedizinische Schlaganfallnetze die mehr als 70 Kliniken miteinander vernetzen.

Vier von fünf Bayern sagen: Digitalisierung steigert Behandlungsqualität

Die Bürger in Bayern haben das digitale Potenzial für die Medizin längst erkannt. 83% - 2% mehr als im Bund - meinen, dass durch die Digitalisierung die Behandlungsqualität steigen kann. Ärzte könnten sich so schneller und besser austauschen. Das geht aus dem aktuellen TK-Meinungspuls Gesundheit 2017 hervor.

Die TK plädiert deshalb dafür die telemedizinische Beratung pro Patient und nicht als Pauschale zu vergüten. Das wäre eine verlässliche, nachhaltige Finanzierung dieser etablierten Innovation. "Die Telemedizin ist sehr effizient. Sie kann helfen, Defizite bei Über- und Unterversorgung auszugleichen", sagt Christian Bredl, Leiter der TK in Bayern. Weitere Vorschläge wie digitale Chancen besser für höhere Qualität der medizinischen Versorgung genutzt werden können, stehen im aktuellen TK-Positionspaper zur Bundestagswahl 2017.

Quelle: Techniker Krankenkasse Landesvertretung Bayern


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