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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
25. Februar 2013

Reinhardt: Qualität und Verfügbarkeit von Medikamenten dürfen nicht in Frage gestellt werden

Als alarmierend hat der Vorsitzende des Hartmannbundes, Dr. Klaus Reinhardt, Hinweise des Bundesinstitutes für Arzneimittel bezeichnet, nach denen offensichtlich durch die zunehmende Produktion von Arzneien und Wirkstoffen im ostasiatischen Raum wichtige Kontrollmöglichkeiten durch europäische und US-Behörden eingeschränkt würden und zudem die Gefahr von Lieferengpässen steige. "Bei allem Verständnis für die Verunsicherung über Pferdefleisch in der Lasagne oder falsche Deklarierung von Bio-Eiern steht uns da möglicherweise ein Problem noch ganz anderer Dimension ins Haus", sagte Reinhardt. Die Warnungen dürften deshalb nicht ungehört verhallen, sondern müssten sehr ernst genommen werden. Noch sei Zeit zu handeln.

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Könne man auf den Genuss des einen oder anderen Lebensmittels getrost verzichten, so sei für viele Patientinnen und Patienten die Einnahme bestimmter Medikamente unverzichtbar oder gar lebensnotwendig. Deshalb dürften weder Zweifel an der Qualität noch an der Verfügbarkeit dieser Wirkstoffe bestehen. Wenn die Politik keinen Einfluss auf die Produktionsstandorte nehmen könne, dann müssten mindestens Kontrollinstrumente entwickelt werden, die Qualitätsstandards garantierten. Auch die Verlässlichkeit hinsichtlich der ausreichenden und rechtzeitigen Bereitstellung benötigter Medikamente sei ein wichtiges Kriterium. In diesem Zusammenhang müsse auch der Vorschlag eines Melderegisters für drohende Engpässe geprüft werden. Lieferprobleme, nicht nur bei Grippe-Impfstoffen, sondern zum Beispiel ganz aktuell beim Krebs-Medikament Xeloda (Roche Pharma), seien ernst zu nehmende Hinweise auf potenzielle Gefahren für die Arzneimittelversorgung. Reinhardt: „Ich appelliere dringend an alle Verantwortlichen, nicht erst unter großem Getöse Zehn-Punkte-Pläne aufzulegen, wenn das Kind in den Brummen gefallen ist.“ Diese bei den jüngsten Lebensmittelskandalen gepflegten Rituale könnten sonst gefährliche Folgen für Patientinnen und Patienten haben.

 

Quelle: Hartmannbund


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