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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
17. Februar 2014

Reinhardt kritisiert Befürworter der Rezeptfreiheit für die "Pille danach" scharf

Mit deutlichen Worten hat sich der Vorsitzende des Hartmannbundes, Dr. Klaus Reinhardt, in die Debatte um die Verschreibungspflicht für die "Pille danach" eingeschaltet.

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"Denn Sie wissen nicht, was sie tun", warf Reinhardt den Befürwortern der Rezeptfreiheit vor. Deren Argumentation sei in großen Teilen durch völlige Unkenntnis geprägt und an medizinischer Verantwortungslosigkeit kaum noch zu überbieten. Auf Unverständnis stößt bei Reinhardt, dass das Thema im Stile einer Moral- und Selbstbestimmungsdebatte diskutiert werde. "Hier geht es nicht um ein gesellschaftspolitisches Für oder Wider, sondern um medizinische Sorgfaltspflicht", betonte der Hartmannbundvorsitzende. Es sei nicht zuletzt die Pharmaindustrie gewesen, die erst kürzlich auf das erhöhte Schlaganfall- und Thromboserisiko durch in der "Pille danach" enthaltene Wirkstoffe hingewiesen habe.

Die zuletzt häufig vorgebrachte Behauptung, Frauen in Not würden keinen schnellen Zugang zur "Pille danach" erhalten, wies Reinhardt energisch zurück. Gegen diese Unterstellung spräche allein die Tatsache, dass das Medikament im vergangenen Jahr 463.000mal verschrieben worden sei. Reinhardt: "Wenn der Gesundheitsminister die ‘Pille danach‘ auch weiterhin verschreibungspflichtig belassen möchte, dann handelt er weise und umsichtig und hat dafür unsere volle Unterstützung".

Quelle: Hartmannbund


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