Montag, 17. Mai 2021
Navigation öffnen
Anzeige:
Vectibix
Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
08. Februar 2013

Reinhardt: Krankenversicherungsbeiträge dürfen nicht den Haushalt sanieren

Im Zusammenhang mit den Plänen des Bundesfinanzministeriums, die Steuerzuschüsse in den Gesundheitsfonds möglicherweise noch stärker zu reduzieren als bisher geplant, hat der Vorsitzende des Hartmannbundes, Dr. Klaus Reinhardt, vor einem weiteren Verfall von Verlässlichkeit und Berechenbarkeit gewarnt. "Eine Politik nach Kassenlage ist die völlig falsche Strategie zur Finanzierung unseres Gesundheitssystems“, sagte er heute in Berlin. Der Versuch, die momentan einigermaßen solide Finanzausstattung des Gesundheitsfonds zur Senkung politisch vereinbarter und zugesagter Steuerzuschüsse auszunutzen, sei finanzpolitische Hütchenspielerei auf dem Rücken der Beitragszahler.

Anzeige:
Digital Gesamt 2021
Digital Gesamt 2021
 

"Diese sollen nun offenbar mit ihren Beiträgen den Bundeshaushalt sanieren", so Reinhardt. Ein solcher Eingriff in das System zur Finanzierung der Gesetzlichen Krankenversicherung sei allerdings ein gefährlicher Weg, der keine Zukunft haben dürfe. „Versicherungsfremde Leistungen, wie zum Beispiel die beitragsfreie Mitversicherung von Kindern und nicht arbeitenden Ehepartnern, verlangen ein gesamtgesellschaftliches Engagement und sind daher grundsätzlich über Steuern zu finanzieren.“
 
Reinhardt verwies darauf, dass bereits der bisher vorgesehene Zuschuss noch nicht einmal ausreiche, die versicherungsfremden Leistungen tatsächlich zu finanzieren. „Statt den Zuschuss also zu kürzen, sollte vielmehr darüber nachgedacht werden, wie er auf die notwendige Höhe aufgestockt werden kann, um die Beitragszahler wirklich von versicherungsfremden Leistungen zu entlasten.“

Quelle: Hartmannbund


Anzeige:
Bevacizumab
Das könnte Sie auch interessieren
Vor der Darmspiegelung ist „Abführen an zwei Tagen“ am effektivsten
Vor+der+Darmspiegelung+ist+%E2%80%9EAbf%C3%BChren+an+zwei+Tagen%E2%80%9C+am+effektivsten
© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com

Je sauberer der Darm, umso aussagekräftiger ist das Ergebnis einer Darmspiegelung zur Krebsvorsorge. Darauf weisen Experten im Vorfeld des Kongresses Viszeralmedizin 2016 in Hamburg hin. Um den Darm optimal für die „Koloskopie“ vorzubereiten, sollten Patienten auf zwei Tage verteilt eine Poly-Ethylen-Glykol-Lösung (kurz: PEG) als Abführmittel zu sich nehmen, so die Mediziner. Die Darmspiegelung gilt als eines...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Reinhardt: Krankenversicherungsbeiträge dürfen nicht den Haushalt sanieren"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der Medical Tribune Verlagsgesellschaft mbH - Geschäftsbereich rs media widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.