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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
05. November 2013

Reinhardt: Honorarkürzungen für Wartezeiten verkennen die Ursache des Problems

Als paradox und zudem völlig falschen Ansatz hat der Vorsitzende des Hartmannbundes, Dr. Klaus Reinhardt, Gedankenspiele des gesundheitspolitischen Verhandlungsführers der Union, Jens Spahn, bezeichnet, Ärzte für zu lange Wartezeiten mit Budgetkürzungen zu bestrafen. "Es ist doch geradezu absurd, diejenigen für vermeintlich überlange Wartezeiten bestrafen zu wollen, die sich um die Versorgung bemühen", sagte Reinhardt. In diesem Zusammenhang dann auch noch zwei bis drei Wochen als maximale Wartezeit für einen Facharzttermin zu definieren, zeige zudem eine erschreckende Realitätsferne.

Statt über mögliches Drohpotenzial oder Sanktionskataloge nachzudenken, sollten die künftigen Koalitionäre lieber die notwendigen Schlüsse daraus ziehen, dass vor allem die hohe Inanspruchnahme ärztlicher Leistungen für erhöhte Wartezeiten verantwortlich sei. "Wer das Problem ernsthaft angehen will, der muss auch so mutig sein, es wirklich bei der Wurzel zu packen", sagte Reinhardt. Dazu gehöre es dann eben auch, einer inzwischen weit verbreiteten Flatrate-Mentalität und einem quasi ungeregelten Zugang zum Arzt durch sozial verträgliche Eigenbeteiligungen oder durch die Teileinführung des Kostenerstattungsprinzips entgegenzutreten. Reinhardt: "So populär es auch klingen mag, Ärzte für angeblich von ihnen zu verantwortende Wartezeiten zur Kasse zu bitten, so sehr geht ein solcher Weg doch an einer wirklichen Lösung des Problems weit vorbei."

Quelle: Hartmannbund


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