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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
28. September 2012

Reinhardt begrüßt Infragestellung des Sicherstellungsauftrages durch die KBV

Notwendiger und unausweichlicher Befreiungsschlag

Der Vorsitzende des Hartmannbundes, Dr. Klaus Reinhardt, hat die Infragestellung des Sicherstellungsauftrages durch die Kassenärztliche Bundesvereinigung als „notwendigen und unausweichlichen Befreiungsschlag“ begrüßt. Die Haltung der Gesetzlichen Krankenkassen lasse keinen anderen Ausweg mehr, als die über lange Zeit bewährte Grundlage der ambulanten medizinischen Versorgung in Deutschland auf den Prüfstand zu stellen.

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"Der Hartmannbund hat vor hundert Jahren den einzelnen Arzt von Willkür und Abhängigkeit der Kassen befreit. Daraus ist inzwischen eine kollektive Abhängigkeit geworden. Dies können wir nicht länger hinnehmen", sagte Reinhardt. Das von Hermann Hartmann damals erkämpfte Fundament der ärztlichen Selbstverwaltung müsse auf eine neue Grundlage gestellt werden. „Nur mit der Wiederherstellung der diagnostischen und therapeutischen Freiheit kann das System wieder vom Kopf auf die Füße gestellt werden“, sagte der Hartmannbund-Vorsitzende. Dabei müssten alle medizinisch erforderlichen Leistungen bezahlt werden. Das wirtschaftliche Risiko zum Beispiel bei der Verordnung von Arznei- und Heilmitteln sei allein durch die zu Kassen tragen, da dies nicht ärztliche Aufgabe sein könne. Reinhardt: „Der Hartmannbund unterstützt ausdrücklich das vom Vorsitzenden der Kassenärztlichen Bundesvereinigung angekündigte Referendum über die Zukunft des Sicherstellungsauftrages. Ich rufe alle Mitglieder dazu auf, sich aktiv daran zu beteiligen“.
 
Reinhardt würdigte vor allem die einstimmige Entscheidung der Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung. "Hier stellt sich ein System selber in Frage. Ein deutlicheres Signal an Politik und Kassen kann es nicht geben, dass wir an einem entscheidenden Wendepunkt angelangt sind", sagte der Vorsitzende des Hartmannbundes.


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