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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
06. September 2016

Qualität in der Medizin: Nur 18 bayerische Kliniken liefern regelmäßig Daten

210 Kliniken in Bayern implantieren künstliche Knie- oder Hüftgelenke. Doch lediglich 18 Krankenhäuser liefern derzeit freiwillig regelmäßig Daten zur Qualitätssicherung an das Endoprothesenregister Deutschland (EPRD). "Die derzeitige Meldequote von nicht einmal neun Prozent ist eindeutig zu gering", sagt Christian Bredl, Leiter der Landesvertretung Bayern der Techniker Krankenkasse (TK). "Um Produktmängel oder Serienfehler frühzeitig zu erkennen, brauchen wir aussagekräftige Daten von möglichst allen Krankenhäusern."

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Das EPRD wurde 2010 gegründet, um die Qualität der verwendeten Endoprothesen zu verbessern und die Komplikationsrate der Operationen zu reduzieren. Im EPRD werden alle für die Prothese relevanten Daten dokumentiert, beispielsweise die verwendeten Produkte und Informationen zum jeweiligen Operationsverfahren. Die teilnehmenden Krankenhäuser erhalten jährlich eine Auswertung mit Angaben, welche Prothesen in ihrem Haus wie häufig implantiert wurden, wie sich die Zahl der Wechseloperationen entwickelt hat und warum es bei Implantaten zu Problemen gekommen ist.

Bredl rät Patienten, die vor einem Hüft- oder Knieersatz stehen, sich über das EPRD unter www.eprd.de/patienten zu informieren. "Wer einwilligt, dass seine Daten pseudonymisiert an die Registerstelle des EPRD weitergeleitet werden, kann aktiv zu einer besseren Qualität der Versorgung beitragen", so der bayerische TK-Landeschef. Stellt das EPRD beispielsweise eine auffällig kurze Haltedauer des Implantats fest, kann der Betroffene schneller informiert werden.

Quelle: Techniker Krankenkasse LV Bayern


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