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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
07. August 2017

Psychische Erkrankungen frühzeitig erkennen und behandeln

Wenn Zeitdruck, Hektik und Arbeitsüberlastung den Alltag beherrschen, kann das gravierende Folgen für die Gesundheit haben. Denn dauerhafter Stress erhöht das Risiko für eine psychische Erkrankung. Fast jeder Zehnte ist in Deutschland von einer Depression betroffen, die Zahl psychisch bedingter Krankschreibungen und Frühberentungen steigt. Das geht aus dem Bericht „Gesundheit in Deutschland“ des Bundes hervor.
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„Eine frühzeitige Diagnose und zügiger Therapiebeginn sind entscheidend für die Genesung einer psychischen Erkrankung“, sagt Benno Schmeing, Vorstandsmitglied der Süddeutsche Krankenversicherung a.G. (SDK). Mit einem speziellen Betreuungsprogramm will die SDK Betroffenen helfen, rechtzeitig fachgerechte Therapiemaßnahmen zu ergreifen, um die Krankheit zu bewältigen oder Symptome rechtzeitig zu erkennen, um möglichst eine schwerwiegendere Erkrankung zu vermeiden.
 
Anzeichen einer Depression sind unter anderem Niedergeschlagenheit, Interessenverlust, Freudlosigkeit und Antriebsmangel sowie verminderte Konzentration, Schlafstörungen, reduziertes Selbstwertgefühl, Zukunftsängste, Appetitmangel und Suizidgedanken. Laut der Studie „Die Gesundheit Erwachsener in Deutschland“ (DEGS) des Robert Koch-Instituts zählen depressive Erkrankungen zu den häufigsten seelischen Störungen. Demnach werde jährlich bei rund sechs Prozent der Erwachsenen eine depressive Episode diagnostiziert. Unabhängig von diesen ärztlich festgestellten Depressionen klagen rund 8% der Männer und Frauen über depressive Beschwerden und psychische Belastungen – damit zeigen sie ein erhöhtes Risiko, eine ernsthafte seelische Erkrankung zu entwickeln.
 
„Es ist uns ein wichtiges Anliegen, schon möglichst im Frühstadium einer psychischen Erkrankung Unterstützung anzubieten, denn eine andauernde und nicht behandelte Symptomatik erhöht die Gefahr, dass die Krankheit chronisch wird“, betont Benno Schmeing. Das Rückfallrisiko ohne Behandlung ist hoch: Laut Robert Koch-Institut erleiden bis zu 80% der Patienten in den Folgejahren nach der Ersterkrankung weitere depressive Episoden. Werden Depressionen hingegen rechtzeitig erkannt und entsprechend den aktuellen Leitlinien abhängig vom Schweregrad und bisherigen Krankheitsverlauf mit Psychotherapie und verschiedenen therapeutischen Maßnahmen sowie Medikamenten behandelt, besteht eine gute Heilungschance.
 
„Wir bieten die Rahmenbedingungen, damit Menschen, die Gefahr laufen, psychisch zu erkranken oder bereits erkrankt sind, ihr seelisches Gleichgewicht zurückgewinnen und wieder am sozialen und beruflichen Leben teilhaben können“, erläutert Benno Schmeing. Dazu bietet die Süddeutsche Krankenversicherung a.G. mit Sitz in Fellbach ihren Vollversicherten ein individuelles Betreuungsprogramm. Unter dem Motto „Gesund bleiben – gesund werden“ können akut erkrankte ebenso wie depressionsgefährdete Versicherte kostenlos einen Case-Manager in Anspruch nehmen, der ihnen als fester Ansprechpartner zur Seite steht. Der Case-Manager mit Praxiserfahrungen im Bereich Psychosomatik beziehungsweise Psychiatrie hilft beispielsweise bei der Suche nach einem geeigneten Therapeuten, koordiniert alle medizinischen therapeutischen Maßnahmen und entwickelt mit dem Betroffenen eine adäquate Bewältigungsstrategie. Zudem gibt er wichtige Impulse zur Auseinandersetzung mit der Krankheit sowie für den Aufbau eines belastbaren, sozialen Netzwerkes.
 
Als wichtiges Bindeglied bündelt der Case-Manager die jeweiligen Fakten, die für die Umsetzung des Therapiekonzepts relevant sind. Beispielsweise sind Psychotherapeuten seit dem 01.04.2017 gesetzlich verpflichtet, spezielle Akut-Sprechstunden für erkrankte Patienten anzubieten. Angesichts der langen Wartezeiten für einen Therapieplatz und Versorgungsknappheit ist diese Information bei der schwierigen Suche nach einem passenden Therapeuten für den akut Erkrankten von großer Bedeutung.

Quelle: Süddeutschen Krankenversicherung a.G. (SDK)


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