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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
13. Februar 2014

"Pille danach" sorgt für Ärger in der Koalition

In der Debatte über eine Freigabe der "Pille danach" geht die SPD-Gesundheitsexpertin Hilde Mattheis auf Konfrontationskurs zur Union. "Ich glaube, dass wir als SPD in wichtigen und zentralen Punkten unsere Position durchaus weiter vertreten sollten", sagte sie am Donnerstag im ARD-"Morgenmagazin". Während die Koalitionspartner CDU und CSU eine Aufhebung der Verschreibungspflicht ablehnen, verwies Mattheis auf positive Erfahrungen in anderen Ländern und warb für eine fraktionsübergreifende Lösung im Bundestag.

Das Parlament wollte sich am Abend mit zwei Anträgen der Opposition befassen, in denen Linke und Grüne ein Ende der Verschreibungspflicht fordern. Die Union lehnt eine Freigabe jedoch kategorisch ab. Die CDU-Abgeordneten Jens Spahn und Karin Maag begründeten dies mit dem Schutz der Betroffenen: "Frauen, die befürchten, nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr schwanger geworden zu sein, brauchen eine kompetente Beratung."

Die "Pille danach" kann eine Schwangerschaft verhindern, wenn sie spätestens 72 Stunden nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr eingenommen wird. Im vergangenen Jahr wurde das Medikament nach Informationen der "Bild"-Zeitung deutschlandweit 463.000 Mal verschrieben.


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