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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
11. Februar 2014

Pille danach bleibt in der Rezeptpflicht - Frauenärzte begrüßen Entscheidung des Bundesgesundheitsministers

Gemäß seiner Aufgabe, die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger zu bewahren und zu fördern, entscheidet sich der Gesundheitsminister für die Mädchen und Frauen, wenn er sie vor dem seelischen und körperlichen Trauma eines Schwangerschaftsabbruches schützt. Aus medizin-ethischer Sicht verbietet sich eine Rezeptfreigabe von Levonorgestrel:

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· Erstens kann das alte Levonorgestrel weniger als halb so viele Schwangerschaften verhindern wie das neue europaweit verschreibungspflichtige Ulipristal.

· Zweitens wirkt Levonorgestrel, wenn überhaupt, nur bis zu einem Körpergewicht von 70 Kilogramm.

· Drittens sind trotz der Freigabe von Levonorgestrel in England, Frankreich, den USA und Schweden die Schwangerschaftsabbruchraten mehr als doppelt, teilweise dreimal so hoch wie in Deutschland.

· Viertens sind weltweit einmalig in der gleichen Zeit – innerhalb von 10 Jahren - in Deutschland die Abbruchszahlen bei Minderjährigen um mehr als 40%  gesunken: Ein unwiderlegbarer Beweis für die Güte des Deutschen Systems.

 Die betroffenen Mädchen und Frauen erwarten im besten Gesundheitssystem der Welt zu Recht eine sichere Notfallkontrazeption auf dem höchsten medizinischen Niveau. Eine Rezeptfreigabe von Levonorgestrel würde einen Rückschritt bedeuten und den Mädchen und Frauen in Deutschland zum Schaden geraten, weil dies ihre Wahlfreiheit beeinträchtigen würde, das sicherere, rezeptpflichtige Ulipristalacetat zu erhalten. Das Trauma eines Schwangerschaftsabbruches darf nicht leichtfertig in Kauf genommen werden.

Der Berufsverband der Frauenärzte (BVF), die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) und die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologische Endokrinologie und Fortpflanzungsmedizin (DGGEF) begrüßen deshalb den Beschluss des Bundesgesundheitsministers Hermann Gröhe, an der Rezeptpflicht für Levonorgestrel in der Notfallverhütung festzuhalten.

Literaturhinweise:
"Update Notfallkontrazeption“ von DGGEF und BVF (Februar 2013)
Checkliste für die Verordnung von Notfallkontrazeption im ärztlichen Bereitschaftsdienst (BVF und DGGEF, August 2013)
Wissenschaftliche Mitteilung - 47% weniger Schwangerschaftsabbrüche bei Jugendlichen seit 2006 (BVF, März 2013)

Quelle: Berufsverband der Frauenärzte (BVF) e.V.


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