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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
29. September 2015

Physikum: Ulmer Medizinstudierende liegen auf Rang 2

Die Universität Ulm gehört vielleicht nicht zu traditionellen Studienorten für Medizin in Deutschland - wohl aber zu den besten. Nicht nur mit hervorragenden Prüfungsergebnissen, sondern auch mit exzellenten Erfolgsquoten beim schriftlichen Teil der Prüfungen zum Physikum eroberten sich die angehenden Mediziner aus Ulm Spitzenplätze.

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Bei diesem bundeseinheitlich durchgeführten "ersten Abschnitt der ärztlichen Prüfung", die im Rahmen der ärztlichen Approbationsordnungen abgelegt wird, war die Durchfallquote in diesem Herbst bei den Ulmer Medizinstudierenden mit 3,3% im Bundesvergleich am niedrigsten. Damit war die Erfolgsquote der Ulmer mit 96,7% höher als die der nachfolgenden Universitäten Magdeburg (96,1%) und Heidelberg (96%). Bei den mittleren Leistungen aller Studierenden belegte die Universität Ulm mit 81,1% an richtigen Antworten Rang 2 und musste sich damit nur der Universität Heidelberg (81,2%) geschlagen geben.

Veröffentlicht wurden die Ergebnisse vom Institut für Medizinische und Pharmazeutische Prüfungsfragen (IMPP), der zentralen Einrichtung der Bundesländer, die für die Erstellung und Auswertung der Prüfungsfragen zuständig ist und die Staatsexamensprüfungen in Zusammenarbeit mit den Landesprüfungsämtern durchführt. Geprüft und getrennt ausgewertet werden dabei die Leistungen der angehenden Mediziner in den Fächern Physik, Physiologie, Chemie/Biochemie/Molekularbiologie, Biologie, Anatomie und Psychologie/Soziologie. Die Ulmer Studierenden brillierten vor allem im Fach Anatomie, wo sie mit Bestergebnissen (83,9%) Rang 1 erreichten.

"Ulm hat sich dieses Mal bundesweit an die Spitze aller medizinischen Fakultäten gesetzt. Es ist ohne Frage dem Einsatz aller Lehrenden im vorklinischen Studienabschnitt geschuldet, dass wir bundesweit so gut dastehen und unsere Studierenden so hervorragende Leistungen erbracht haben", freut sich Professor Tobias Böckers, Studiendekan der Medizinischen Fakultät an der Universität Ulm. "Wir sind sehr froh und sicher auch ein wenig stolz, dass sich die innovativen Maßnahmen in der Medizinerausbildung an der Universität Ulm so positiv auf den Studienerfolg auswirken", so Böckers. Der Leiter des Instituts für Anatomie und Zellbiologie verweist in diesem Zusammenhang auf verschiedene Veranstaltungen, die klinische Lerninhalte schon im vorklinischen Studienabschnitt integrieren - hier wären "Fit für den OP" und "Anatomie im Bild" zu nennen, aber auch auf den Einsatz moderner E-Learning und mobile Learning Angebote in der Lehre. So ist die Online-Lernplattform "MyMICROscope" und die dazugehörige Web-App "MyMi.mobile" seit 2014 fester Bestandteil der Ulmer Medizinerausbildung. Die Studierenden können sich damit vom Computer oder einem mobilen Endgerät aus Kenntnisse in mikroskopischer Anatomie aneignen und diese vertiefen - an der Universität, zuhause oder unterwegs. Entwickelt wurden diese E-Learning-Instrumente von Ulmer Anatomieexperten um Professor Stefan Britsch, Leiter des Instituts für Molekulare und Zelluläre Anatomie, in Zusammenarbeit mit dem Studiendekanat der Universität Ulm und dem Kompetenzzentrum für eLearning in der Medizin Baden-Württemberg.

Die guten Ergebnisse kommen nicht ganz überraschend, denn von Jahr zu Jahr haben die Ulmer Physikumskandidaten Fortschritte gemacht. Belegten sie im Herbst 2012 bei den Durchfallquoten mit 10,7% nur Rang 19, war es im letzten Herbst (2014) schon Rang 7. Bei der mittleren Leistung konnte sich die Uni von Platz 16 im Herbst 2012 über die Plätze 11 (2013) und 5 (2014) nun auf den zweiten Platz vorkämpfen. “Für diese beachtliche Leistungssteigerung gratuliere ich den hochmotivierten Studierenden und engagierten Lehrenden. Das ist sicherlich die beste Werbung, die es für den Medizinstandort Ulm geben kann", ist der Dekan Professor Thomas Wirth überzeugt.

Quelle: Universität Ulm


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