Samstag, 15. Mai 2021
Navigation öffnen
Anzeige:
Darzalex
Darzalex
 
Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
09. November 2015

Pharma-Industrie will Verhältnis zu Ärzten transparenter machen

Die Forschenden Pharma-Unternehmen wollen vom kommenden Jahr an offenlegen, welche Zuwendungen sie Ärzten zukommen lassen. 2016 beginne die "heiße Phase" der Transparenz-Initiative, sagte die Hauptgeschäftsführerin ihres Verbandes (vfa), Birgit Fischer, am Montag in Berlin.

Anzeige:
Bevacizumab

Dann solle im Internet durch die Freiwillige Selbstkontrolle für die Arzneimittelindustrie (FSA) nachvollziehbar sein, welches der an der Initiative beteiligten Unternehmen welchem Arzt welche Zuwendungen gegeben habe.

Die Pharma-Unternehmen seien verpflichtet, ihre Zuwendungen zu veröffentlichen. Die Beteiligung der Ärzte sei jedoch freiwillig. Wenn Ärzte anonym bleiben wollten, würden vonseiten der Pharmaunternehmen die Zuwendungen nur als Sammelangaben offengelegt.

Verstoße ein Unternehmen gegen den Kodex, drohten Strafen zwischen 5000 und 200 000 Euro, erläuterte FSA-Geschäftsführer Holger Diener. Das Geld solle an gemeinnützige Einrichtungen gehen. Gemeldet werden können vermeintliche Verstöße sowohl von den Unternehmen untereinander als auch von Ärzten, Patienten und anonym.

Die Pharmaindustrie entwickelte den Kodex praktisch parallel zum Antikorruptionsgesetz im Gesundheitswesen, das an diesem Freitag in erster Lesung im Bundestag behandelt wird. Hintergrund sind seit langem anhaltende Klagen, dass Pharma-Unternehmen durch Zuwendungen an Ärzte - etwa über Kongresse und Weiterbildungsseminare in luxuriösem Ambiente - die Verschreibung von Arzneimitteln beeinflussten.


Anzeige:
Tukysa
Tukysa
 
Das könnte Sie auch interessieren

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Pharma-Industrie will Verhältnis zu Ärzten transparenter machen"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der Medical Tribune Verlagsgesellschaft mbH - Geschäftsbereich rs media widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.