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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
03. November 2015

Pflegereform: TK-Leiterin Bodemar begrüßt bessere Absicherung der pflegenden Angehörigen

Mit der aktuellen Pflegereform will der Gesetzgeber Menschen, die ein Familienmitglied pflegen, besser sozial absichern. Beispielsweise sollen sie künftig automatisch gegen Arbeitslosigkeit versichert sein.

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"Dieses Maßnahmenpaket ist ein wichtiger Schritt für diejenigen, die im Moment den Löwenanteil der pflegerischen Versorgung in Deutschland leisten", erklärt Anneliese Bodemar, Leiterin der Landesvertretung der Techniker Krankenkasse (TK) in Rheinland-Pfalz. "Denn Pflegeaufgaben zu übernehmen, wirkt sich auf das Berufsleben aus."

In der TK-Pflegestudie geben vier von zehn berufstätigen Befragten in Rheinland-Pfalz, Hessen und dem Saarland an, die Arbeitszeit reduziert zu haben, weil jemand in der Familie oder im engeren Umfeld pflegebedürftig geworden ist. Unter den nicht erwerbstätigen Befragten hat jeder Elfte aufgrund der Pflegetätigkeit den Beruf sogar komplett aufgegeben.

"Wer in der Familie Verantwortung übernimmt, darf keine sozialen Nachteile dadurch haben", so Bodemar. "Wir müssen verhindern, dass jemand selbst hilfebedürftig wird, weil er durch die Pflegetätigkeit oder danach seinen Job verloren hat."

Es gelte, insbesondere auch die Sandwich-Generation zu schützen, die sich einerseits um hilfsbedürftige Eltern kümmere und andererseits auch die eigenen Kinder umsorge. "Häufig sind es die Frauen, die Beruf, Kinder und Eltern unter einen Hut bringen müssen", so Bodemar. Und nicht selten müssten sie sowieso schon finanzielle Einbußen bei der Altersvorsorge hinnehmen, weil sie bereits für die Kinder beim Beruf kürzer getreten seien, erklärt die Landesvertretungsleiterin.
 
Um pflegende Angehörige zu entlasten, bietet die Pflegeversicherung schon jetzt zahlreiche Leistungen. Bodemar: "Hier navigieren wir unsere Versicherten durch einen Dschungel von Angeboten, nicht alle sind gleichermaßen bekannt. Eine gute Beratung ist dabei die Grundlage für eine mündige Entscheidung." Bisher war im Leistungskatalog der Pflegeversicherung streng genommen nur eine Beratung für Pflegebedürftige vorgesehen. Künftig sollen nun auch Pflegepersonen rechtlich verbindlich einen Anspruch haben. "Diese Neuregelung entspricht der Versorgungsrealität und orientiert sich zu hundert Prozent an der der Praxis."
 
Hinweis zur TK-Pflegestudie:
Im Auftrag der TK hat das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Juli und August des Vorjahres insgesamt 1.007 pflegende Angehörige in persönlichen Interviews befragt. Die Studie "Pflegen: Belastung und sozialer Zusammenhalt. Eine Befragung zur Situation von pflegenden Angehörigen" ist in der Reihe WINEG Wissen erschienen. Sie steht unter www.tk.de (Webcode 700088) zum Download zur Verfügung. Hier finden sich auch weitere Infos zur Versorgung Älterer und zur Pflegereform.

Quelle: Techniker Krankenkasse


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