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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
20. Februar 2014

Pflegende Angehörige sollten eigene Bedürfnisse ernst nehmen

Wut, Rache- oder Ekelgefühle: Damit hat manch einer zu kämpfen, der einen Angehörigen pflegt. Nicht selten besteht die Gefahr, diese Gefühle an den Hilfsbedürftigen auslassen. Wie können sich Angehörige dagegen schützen?

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Wer einen Angehörigen pflegt, sollte seine eigenen Bedürfnisse nicht hinten anstellen. Um Wut und Aggressionen zu vermeiden, ist es etwa wichtig, seine Beziehungen zu Freunden aufrechtzuerhalten und den eignen Interessen nachzugehen. Darauf weist Psychologin Dorothee Unger von der Beratungsstelle Pflege in Not hin. Viele Pflegende begeben sich stattdessen in eine Isolation. Das kann unter Umständen zu Gewalt gegenüber den Angehörigen führen. Die muss nicht immer körperlich sein. Oft gehe es auch um Beschimpfungen, Erniedrigungen oder Vernachlässigung.

Haben Pflegende nur hin und wieder Wut im Bauch hat, sollten sie diese an Gegenständen auslassen, rät die Psychologin. Helfen kann es zum Beispiel, den Waschlappen gegen die Wand schlagen. Wenn es die Situation zulässt, kann es auch sinnvoll sein, kurz den Raum zu verlassen. Unger betont, dass Ärger und Aggression hin und wieder ganz normal sind. Werden diese Gefühle jedoch zum Dauerzustand, sollten Pflegende sich Beratung und Hilfe von außen holen. "Da kommt man in der Regel nicht alleine wieder raus", sagt Unger.

Ursache für körperliche und psychische Gewalt ist oft die erzwungene Nähe zwischen Pflegendem und Gepflegtem, erläutert Unger. In dieser Situation ist die Beziehung sehr eng und intim. Gerade in Familien können dadurch alte Konflikte wieder hochkommen. Oft spielt auch Rache für frühere Probleme eine Rolle.


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