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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
19. Juli 2021

Patientenumfrage: ePA fördert Patientenautonomie

Ob Befunde, Behandlungsberichte oder Medikationspläne: Die Verfügbarkeit der eigenen gesundheitsrelevanten Daten zählt zu den zentralen Mehrwerten, die Patienten in der elektronischen Patientenakte (ePA) für sich erkannt haben. Knapp 6 von 10 (57,8%) rechnen das eigene Gesundheitsmanagement zu den wichtigsten Vorteilen der ePA. Ebenfalls 6 von 10 (59,2%) hoffen, durch sie eine bessere Position im Gespräch mit den behandelnden Ärzten einnehmen zu können. Das zeigt die bevölkerungsrepräsentative Umfrage „Datapuls 2021“ des Praxis-WLAN- und Kommunikationsdienstleisters Socialwave, der in Zusammenarbeit mit dem Hamburger Marktforschungsinstitut Consumerfieldwork 1.005 Menschen über 18 Jahre zur Digitalisierung des Gesundheitswesens befragt hat.
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„Die Studienergebnisse machen deutlich, dass es ein wachsendes Bedürfnis gibt, digital befähigt zu werden, die eigene Gesundheit besser nachvollziehen und auf Therapiemöglichkeiten Einfluss nehmen zu können. Der „mündige Patient“ sieht in der ePA ein wichtiges Werkzeug, um Verantwortung für die eigene Gesundheit übernehmen zu können“, erklärt Felix Schönfelder, Geschäftsführer der Socialwave GmbH.

ePA unterstützt die Patientenselbstbestimmung

Auch die gematik sieht ein Ziel der ePA darin, dass Nutzer darin bestärkt werden, souverän und eigenverantwortlich mit ihren Gesundheitsdaten umzugehen. Dadurch würden Patienten Teil des Teams, das sich um ihre Gesundheit kümmert. Zugleich könnten sie eine aktivere Rolle bei ihrer eigenen Gesundheitsversorgung spielen.Die Ergebnisse von „Datapuls 2021“ zeigen, dass sich die Zielvorgabe der ePA mit den Bedürfnissen der Versicherungsnehmer in Deutschland deckt. Rund 8 von 10 (78,4%) erhoffen sich, Informationen über Medikamente oder Laborergebnisse in Zukunft von Zuhause aus einsehen zu können. Laut Socialwave eine wichtige Voraussetzung, um sich Gesundheitskompetenz anzueignen. Schönfelder: „Die vorherrschende Informationsasymmetrie zwischen Therapierenden und zu Behandelnden verhindert, dass Ärzte und Patienten auf Augenhöhe und unter Berücksichtigung aller Optionen gemeinsam zu einer Therapieentscheidung finden.“

Erinnerungsfunktion für Deutsche wichtig

Zur Patientenautonomie zählen Versicherte auch, dass die ePA an Vorsorgeuntersuchungen oder Impfungen erinnert. Rund 8 von 10 (78%) wünschen sich diesen Service. Für Impfungen sollte dies schon bald möglich sein. Der E-Impfpass soll ab 2022 Bestandteil der ePA sein. Dann können Patienten in der ePA-App jederzeit den Impfstatus prüfen. Krankenkassen planen bereits eine Erinnerungsfunktion in der ePA-App, die rechtzeitig über fällige Impfungen informiert.
 

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Quelle: Socialwave GmbH


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