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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
26. November 2015

Patientenschützer: Kontrolle von Transplantationen staatliche Aufgabe

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz hat eine bessere Kontrolle der Transplantationsmedizin in Deutschland gefordert. "Die Prüfung des Transplantationssystems ist eine hoheitliche Aufgabe und muss kontinuierlich erfolgen", sagte Stiftungsvorstand Eugen Brysch der Deutschen Presse-Agentur. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) müsse diese Aufgabe dem staatlichen Robert-Koch-Institut (RKI) übertragen. Im übrigen sei der Prüfturnus von drei Jahren nicht ausreichend.

Bundesärztekammer (BÄK), Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) und der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) stellen am Donnerstag (11.00 Uhr) die Untersuchungsergebnisse ihrer Prüfkommission bei den deutschen Transplantationszentren vor.

Brysch sagte, diese Überprüfung dürfe nicht privaten Organisationen wie der Bundesärztekammer, der Krankenhausgesellschaft oder dem GKV-Spitzenverband überlassen werden. Diese Organisation bilden derzeitig den Kern der Prüf- und Überwachungskommission. Im übrigen reiche es nicht aus, die vergangenen zwei bis fünf Jahre in den Blick zu nehmen, sagte Brysch. "Vielmehr müssen die vergangenen 15 Jahre auf den Tisch."

Nach Bekanntwerden des Transplantationsskandals an verschiedenen Transplantationszentren im Jahr 2012 ließ die Bereitschaft der Bevölkerung spürbar nach, einen Spenderausweis auszustellen. Bei den Skandalen in Göttingen, Regensburg und Leipzig wurden Patientendaten manipuliert, um schneller an Organe zu kommen. Die Bundesregierung veranlasste danach die Überprüfung und schärfere Kontrollen der fast 50 Transplantationszentren in Deutschland.


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