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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
16. November 2015

Patienten und Schmerzmediziner fordern Sicherstellung der Versorgung

Ein Ende der in weiten Teilen Deutschlands existierenden Unterversorgung von Patienten mit chronischen Schmerzen forderten Patienten und schmerzmedizinische Organisationen im Rahmen des "Nationalen Versorgungsforums Schmerz" in Berlin. Die adäquate schmerzmedizinische Versorgung der Bevölkerung sei nicht abgesichert, es gebe zu wenige Schmerzmediziner und der Nachwuchs fehle, so die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin e. V. (DGS), der Berufsverband der Ärzte und Psychologischen Psychotherapeuten in der Schmerz- und Palliativmedizin in Deutschland e. V. (BVSD) und die Deutsche Schmerzliga e. V. (DSL) in einer gemeinsamen Erklärung.

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Seit Jahren würden sich die verantwortlichen Gremien der Gemeinsamen Selbstverwaltung weigern, das Problem anzupacken. Trotz mehrmaliger und wiederholter Willensbekundungen seitens der Kassenärztlichen Bundesvereinigung und des GKV-Spitzenverbandes in den letzten Jahren habe sich an der eklatanten schmerzmedizinischen Unterversorgung nichts verändert, so die Verbände.

Die Forderungen der Patientenvertreter und der Schmerzmediziner im Einzelnen: "Wir brauchen eine Verbesserung und Sicherstellung der Versorgung für Patienten mit chronischen Schmerzen. Wir benötigen die Einführung einer schmerzmedizinischen Bedarfsplanung, feste und kostendeckende Vergütungsstrukturen schmerzmedizinischer Leistungen und die Förderung des schmerzmedizinischen Nachwuchses", erklärten DGS, BVSD und DSL.

2,8 Millionen Patienten leiden nach Angaben des Bundesversicherungsamtes in Deutschland an schweren chronischen Schmerzen (2013). Nach aktuellen Studien liegt die Prävalenzrate von chronischen Schmerzen in Deutschland bei 28% (23 Mio.). Nur etwa jeder achte Patient kann von einem der 1.102 ambulant tätigen Schmerzärzte (Stand: 31.12.13) versorgt werden. Da sich die Gemeinsame Selbstverwaltung seit Jahren weigere, politischen Gestaltungswillen zur Verbesserung der Versorgungssituation für Patienten mit chronischen Schmerzen zu zeigen, sehen die Patienten und Schmerzmediziner in einer gesetzlichen Regelung einen geeigneten und notwendigen Weg zur Lösung der dargestellten Problematik. Jetzt sei es an der Zeit zu handeln.

An der Konferenz "Nationales Versorgungsforum Schmerz" nahmen gesundheitspolitische Vertreter der Bundestagsfraktionen und Experten des deutschen Gesundheitssystems teil. Ziel der Expertenrunde war es, Probleme, Strukturen sowie die Zukunft der wohnortnahen ambulanten schmerzmedizinischen Versorgung zu diskutieren, wichtige Fragen und Themenfelder zu identifizieren und Lösungen zu erarbeiten. Die Diskussionsbeiträge und Ergebnisse werden in Kürze publiziert und sollen die Grundlage für zukünftige Maßnahmen zur Verbesserung der ambulanten, wohnortnahen schmerzmedizinischen Versorgung in Deutschland darstellen.

Quelle: DGS, BVSD und DS


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