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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
14. Juni 2016

Patienten über 60 Jahren bekommen oft Herzklappen von Tieren

Das menschliche Herz hat vier Herzklappen, die den Blutstrom innerhalb des Herzens lenken. Bei älteren Menschen macht die Aortenklappe am häufigsten Probleme: Ist sie verkalkt kann das Blut nicht mehr richtig passieren. "Symptome für eine verstopfte Herzklappe sind eine geringere Belastbarkeit, Atemnot und in seltenen Fällen kurzfristige Ohnmacht, Schmerzen in der Brust oder Herzrhythmusstörungen", sagt Jan Gummert, Klinikdirektor am Herz- und Diabeteszentrums Nordrhein-Westfalen.

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Mechanische Herzklappen bestehen aus Carbon oder einer Metall-Legierung. "Der Vorteil mechanischer Herzklappen liegt in ihrer Haltbarkeit. Einmal eingesetzt halten sie in der Regel ein Leben lang", sagt Gummert, Vorstandsmitglied der Deutschen Herzstiftung. Allerdings machen die Kunstklappen bei jedem Herzschlag ein leises Klicken. Ihre Implantation bringt einen weiteren, gravierenden Nachteil mit sich: "Wer eine mechanische Herzklappe hat, der muss sein Leben lang blutverdünnende Medikamente einnehmen. Nur so lässt vermeiden, dass die Klappe mit Blutgerinnseln verstopft."

Die Alternative zur mechanischen sind biologische Herzklappen. Sie bestehen meist aus dem Herzbeutelgewebe von Rindern oder Klappengewebe von Schweinen. Kein Ticken und keine Medikamente - die biologische Herzklappe hat auf den ersten Blick große Vorteile im Vergleich zur mechanischen. "Allerdings können biologische Klappen vor allem bei jüngeren Patienten wieder aufs Neue verkalken", sagt Gummert. Patienten über 60 Jahren empfehle man gewöhnlich biologische Klappen. Diese ließen sich bei einer Verkalkung mit einer erneuten Operation ersetzen und bedeuteten für den Patient eine höhere Lebensqualität, weil die Medikamentierung komplett wegfalle.

Quelle: dpa


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