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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
01. März 2017

Ein langer Weg zum organisierten Darmkrebsscreening

Der Deutsche Bundestag hat im Jahr 2013 das Krebsfrüherkennungs- und -registergesetz zur Neufassung der Krebsfrüherkennung (KFRG) verabschiedet, das für die Darmkrebsfrüherkennung ein organisiertes Programm vorsieht. Geplant war die Umsetzung bis zum 30. April 2016. Dies ist bislang nicht geschehen. Als Zwischenschritt hat der Gemeinsame Bundesausschuss jedoch im April letzten Jahres eine bedeutsame Änderung der Krebsfrüherkennungsrichtlinie verabschiedet: Zum 01.10.2016 hat der quantitative immunologische Stuhltest den guajakbasierten Stuhltest als gesetzlichen Früherkennungstest ersetzt.
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Das Netzwerk gegen Darmkrebs befürwortet die Einführung des immunologischen Stuhltests (iFOBT), da er im Gegensatz zum alten Test nur auf humanes Blut reagiert und dadurch weniger falsch positive Ergebnisse erzielt werden. Studien des DKFZ zeigen, dass mit dem immunchemischen Test wesentlich mehr Karzinome und fortgeschrittene Krebsvorstufen erkannt werden.

Die Einführung des organisierten Screeningprogramms ist für Ende diesen Jahres vorgesehen. Ob die Umsetzung tatsächlich in 2017 erfolgt, ist abzuwarten. Für ein solches Einladungsverfahren ist der Aufbau einer komplexen Infrastruktur notwendig, da – anders als bei der Vorsorgekoloskopie – nicht nur die Gastroenterologen, sondern alle Ärzte, die Vorsorgeuntersuchungen durchführen, einbezogen werden.

Um die Teilnahme der anspruchsberechtigten Bevölkerung zu erhöhen und deren Hürden zu senken, bedarf es klare und unkomplizierte Abläufe bei allen Beteiligten in der Durchführung des organisierten Darmkrebsscreening.

Quelle: Netzwerk gegen Darmkrebs e.V.


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