Sonntag, 18. April 2021
Navigation öffnen
Anzeige:
Lonsurf
 
Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
29. September 2016

Online-Videosprechstunde als Ergänzung zum Praxisbesuch

Laut E-Health-Gesetz soll die Online-Videosprechstunde ab dem 1. Juli 2017 Bestandteil der Regelversorgung werden. Der erfolgreiche Einsatz in Ärztenetzen in Nordrhein-Westfalen bestätigt die Relevanz der telemedizinisch-unterstützten Versorgung. Beim Kongress "eHealth.NRW" der ZTG Zentrum für Telematik und Telemedizin GmbH am 5. Oktober 2016 (Kongresszentrum Dortmund) diskutieren hochrangige Expertinnen und Experten zum Thema. Eröffnet wird die Veranstaltung von NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens.

Anzeige:
Digital Gesamt 2021
Digital Gesamt 2021

Die Förderung telemedizinischer Leistungen ist wichtiger Bestandteil des E-Health-Gesetzes. So soll ab dem 1. Juli 2017 die Online-Videosprechstunde Teil der vertragsärztlichen Regelversorgung werden. Auf diese Weise soll die Kontaktaufnahme mit Ärztinnen und Ärzten bei Nachsorge- und Kontrollterminen erleichtert werden.

In Nordrhein-Westfalen werden diese Anwendungen bereits erfolgreich in Arztnetzen eingesetzt. So erprobt die Techniker Krankenkasse (TK) seit September 2015 gemeinsam mit dem Bundesverband Deutscher Dermatologen (BVDD) die Online-Videosprechstunde in der hautärztlichen Versorgung. Damit kann beispielsweise die regelmäßige Beobachtung der Wundheilung nach einer OP von zu Hause aus erfolgen. Bei Auffälligkeiten werden die Betroffenen selbstverständlich sofort zur persönlichen Untersuchung in die Praxis einbestellt. Vergütungsregelungen sind vorhanden: Teilnehmende Ärztinnen und Ärzte rechnen ihr Honorar direkt mit der TK ab. "Für die Nachkontrolle reicht oft ein kurzer Blick - dafür müssen sich Patientinnen und Patienten künftig nicht mehr auf den Weg in die Praxis machen", so Günter van Aalst, Leiter der TK-Landesvertretung in NRW. "Mit der Online-Video-Sprechstunde ergibt sich perspektivisch ein medizinisches Angebot auch dort, wo keine Strukturen vorhanden sind - zum Beispiel in ländlichen Gebieten." Zukünftig soll das TK-Angebot der Online-Videosprechstunde auf andere Berufsgruppen ausgeweitet werden.

Mit weiteren Anwendungen, die laut E-Health-Gesetz im Rahmen des Aufbaus der Telematikinfrastruktur vorgesehen sind, beschäftigt sich der der Kongress "eHealth.NRW" der ZTG Zentrum für Telematik und Telemedizin GmbH am 5. Oktober 2016 in Dortmund. Eröffnet wird die Veranstaltung von NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens. Günter van Aalst, der zudem stellvertretender Vorsitzender des ZTG-Aufsichtsrates ist, wird als Experte mitdiskutieren. Das ausführliche Kongressprogramm sowie das Anmeldeformular für den kostenfreien Besuch des Kongresses stehen unter https://www.ztg-nrw.de/veranstaltungen/ehealth-nrw-2016/ zur Verfügung.

Interessierte können telemedizinische Lösungen bei einem Besuch im "Anwenderzentrum eGesundheit" der ZTG GmbH live kennenlernen (Anmeldung unter https://www.ztg-nrw.de/beratung/anwenderzentrum/anmeldung_awz/ möglich). Die Expertinnen und Experten des Kompetenzzentrums informieren neutral und unabhängig über nutzerinnen- und nutzerorientierte Telematik- und Telemedizinlösungen. Teil des Beratungsangebots der ZTG GmbH ist dabei auch die Evaluation telemedizinischer Projekte.

Quelle: ZTG Zentrum für Telematik und Telemedizin GmbH


Anzeige:
Ibrance
Ibrance
 
Das könnte Sie auch interessieren
Frauenselbsthilfe Krebs unterstützt Menschen mit Krebs auch während der Corona-Krise
Frauenselbsthilfe+Krebs+unterst%C3%BCtzt+Menschen+mit+Krebs+auch+w%C3%A4hrend+der+Corona-Krise
©Photographee.eu - stock.adobe.com

Die Diagnose Krebs ist für die meisten Menschen ein schwerer Schock. In Corona-Zeiten kommt nun auch noch die Angst hinzu, dass die medizinische Versorgung nicht so gut sein könnte, wie sie es in normalen Zeiten in Deutschland ist. Gerade in dieser Situation brauchen die Betroffenen starke Partner an ihrer Seite. Zu diesen zählt Deutschlands größte und älteste Krebs-Selbsthilfe-Organisation, die...

Brustkrebs: Forscher wollen krankheitsauslösende Gene identifizieren
Brustkrebs%3A+Forscher+wollen+krankheitsausl%C3%B6sende+Gene+identifizieren
© Photographee.eu / fotolia.com

Jede zehnte Frau in Deutschland, die an Brustkrebs erkrankt, ist noch keine 45 Jahre alt. Experten vermuten, dass viele der jungen Betroffenen erblich vorbelastet sind: Sie sind Trägerinnen eines oder mehrerer schädlich veränderter Gene, die den Tumor entstehen lassen. Die bereits bekannten Hochrisikogene wie etwa BRCA1 oder BRCA2 sind allerdings nur für höchstens ein Viertel der Fälle bei jungen Frauen...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Online-Videosprechstunde als Ergänzung zum Praxisbesuch"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der Medical Tribune Verlagsgesellschaft mbH - Geschäftsbereich rs media widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.