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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
08. April 2021

Öffnungen im Saarland: Geimpfte müssen weiter Schnelltest vorzeigen

Um die seit Dienstag im Saarland möglichen Öffnungsangebote nutzen zu können, müssen auch Menschen, die bereits zwei Corona-Schutzimpfungen erhalten haben, weiterhin einen negativen Corona-Schnelltest vorweisen. Das teilte am Donnerstag die Landesregierung auf dpa-Anfrage mit. Es sei „aktuell nicht vorgesehen“, dass Menschen mit Impfschutz gegen Covid-19 etwa in der Außengastronomie oder im Fitnessstudio auch ohne Schnelltest vom Angebot Gebrauch machen können. Das zu erlauben, werde aber „sicher zu einem späteren Zeitpunkt in Betracht gezogen“, heißt es weiter.
Die Landesregierung begründet dieses Vorgehen mit dem bislang knappen Impfstoff. Es gebe noch zu wenig davon, „um möglichst allen Menschen ein Impfangebot machen zu können“, heißt es.

Seit Dienstag sind für alle Saarländer die Außengastronomie, Fitnessstudios, Theater und Kinos wieder geöffnet – Zugangsvoraussetzung ist ein negativer Corona-Schnelltest, der nicht älter als 24 Stunden ist. Das Saarland ist damit das einzige Bundesland, das bislang einen so flächendeckenden Öffnungsschritt wagt – mitten in der dritten Pandemie-Welle. Bundespolitiker und Wissenschaftler kritisieren das Modell.

Über die Frage, ob Geimpfte ihre aufgrund der Corona-Pandemie beschränkten Freiheiten zurückerhalten sollen, wird derzeit bundesweit diskutiert. Das Robert Koch-Institut (RKI) geht in einem Bericht an das Bundesgesundheitsministerium davon aus, „dass Geimpfte bei der Epidemiologie der Erkrankung wahrscheinlich keine wesentliche Rolle mehr spielen“. Die Einschätzung bezieht sich auf das Übertragungsrisiko „spätestens zum Zeitpunkt ab dem 15. Tag nach Gabe der zweiten Impfdosis“.

Von wenigen Ausnahmen abgesehen will das RKI diese Menschen nicht mehr in Quarantäne schicken, wenn sie symptomfrei sind. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will sie so behandeln, als ob sie frisch negativ getestet wären. Noch ist dazu aber keine Entscheidung gefallen. Das Thema soll auch auf der anstehenden Ministerpräsidentenkonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auf der Tagesordnung stehen.

Quelle: dpa


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