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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
30. August 2017

Mehr Obduktionen – mehr Aufklärung über Todesursachen

Der Fall Niels H. hat auch generelle Fragen nach der Aufklärung von Todesfällen aufgeworfen. "Die Todesursachenstatistik in Deutschland ist absolut unzulänglich. Wir tappen weitgehend im Dunkeln, weil es zu wenig Obduktionen gibt", sagt Rudolf Henke, 1. Vorsitzender des Marburger Bundes.
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Die Feststellung von Todesursache und Todesart werde in Deutschland eher stiefmütterlich behandelt. "Wir haben eine klinische Sektionsrate von bundesweit etwa 1 bis 3%. Dabei ist die Autopsie nicht nur bei der Aufklärung von nicht natürlichen Todesfällen unabdingbar. Obduktionen sind auch eine der wichtigsten Maßnahmen zur Qualitätssicherung bei der Feststellung von Todesursachen, was wiederum Auswirkungen auf gesundheitspolitische Entscheidungen hat. Deshalb brauchen wir eine Quote von mindestens 10% Obduktionen, um zu einer haltbaren Todesursachenstatistik zu kommen. Die jetzige basiert weitgehend auf plausiblen Annahmen. Am Geld darf die verbesserte Qualitätssicherung jedenfalls nicht scheitern", so Henke.

Leichenöffnungen werden angeordnet, wenn Zweifel an einer natürlichen Todesursache vorliegen. Neben diesen forensischen Obduktionen gibt es klinische Sektionen, die genauen Aufschluss darüber geben können, welche Ursachen bei natürlichen Todesfällen im Vordergrund stehen und welche Häufung es in der Bevölkerung gibt. Allein aufgrund der äußeren Leichenschau kann bei unklarer Krankheitsvorgeschichte über die tatsächliche Todesursache allenfalls spekuliert werden.

Quelle: Marburger Bund


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