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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
15. Dezember 2015

NRW: HNO-Ärzte sehen Terminservice gelassen entgegen

Ab Ende Januar 2016 muss jede KV eine Terminservicestelle einrichten, so sieht es das GKV-Versorgungstärkungsgesetz vor. Während viele Fachärzte den Terminservicestellen mit Skepsis begegnen, sehen die HNO-Ärzte aus Nordrhein-Westfalen dem Start gelassenen entgegen. Eine Umfrage unter den Mitgliedern des Netzwerks, dem 420 HNO-Ärzte angehören, hat ergeben, dass es bei dringlichen Fällen in NRW keine Probleme gibt.

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Immerhin haben alle Befragten angegeben, solche Patienten noch am gleichen Tag zu behandeln. Die Fachärzte betonen jedoch zugleich, dass die Organisation über die KV ein neues Bürokratiemonster ist und Gelder verbraucht, die in der Patientenversorgung fehlen.
 
Können die Terminservicestellen der KV bei Vorliegen einer dringenden Überweisung einen Facharzttermin nicht innerhalb von vier Wochen bei einem Vertragsarzt vermitteln, müssen die Terminservicestellen dem Versicherten einen Behandlungstermin in einem Krankenhaus anbieten. "Die Krankenhäuser sind, falls es keinen Termin gibt, für eine alternative Behandlung gar nicht ausgelegt und völlig überfordert", meint der Vorsitzende des HNOnet-NRW Dr. Uso Walter. "Bereits jetzt sind die Wartezeiten in den Ambulanzen deutlich höher als in jeder Arztpraxis." Doch soweit würde es nach Meinung des Netzwerks gar nicht kommen. Allein im HNOnet-NRW gibt es 420 HNO-Ärzte, die für die wohnortnahe Versorgung bereitstehen. Bereits heute sei es so, dass jeder Patient in NRW innerhalb weniger Tage eine Sprechstunde mit oder ohne Termin aufsuchen könnte. Die meisten HNO-Praxen hätten ohnehin aufgrund des Krankheitsspektrums, das viele akute Erkrankungen umfasst, ohnehin keine reine Terminsprechstunde. Zudem hätte diese Tatsache auch einen weiteren Vorteil: Die freie Arztwahl bliebe erhalten, das bei einer Vermittlung durch die KV nicht der Fall sei. "Als Fazit bleibt, dass die Terminservicestellen für die HNO-Heilkunde nichts an der Terminvergabe ändern werden", fasst Walter zusammen. "Für uns werden nur unnötig Gelder in einen ohnehin überdimensionierten Bürokratie-Apparat gesteckt."

Quelle: HNOnet NRW


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