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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
09. November 2015

Norovirus grassiert in Flüchtlings-Erstaufnahmeeinrichtung Boostedt

In einer Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge im schleswig-holsteinischen Boostedt grassiert das hoch ansteckende Norovirus. Mehr als hundert Asylsuchende seien an der Infektion erkrankt, teilte der Kreis Segeberg am Montag mit. Dem Sicherheits- und Sanitätsdienst seien Desinfektionsmittel und Schutzkleidung übergeben worden.

In den Gebäuden der ehemaligen Rantzau-Kaserne wurden nach Angaben der zuständigen Polizeibehörde aktuell 1780 Flüchtlinge gezählt. Das Gesundheitsamt weiß seit Freitag von den Norovirus-Erkrankungen. Eine Gefährdung für die Allgemeinbevölkerung bestehe nicht, hieß es.

Noroviren verursachen Brechdurchfälle, die sehr plötzlich beginnen und ohne besondere Behandlung nach ein bis zwei Tagen enden. Patienten müssen nur in wenigen Fällen wegen Flüssigkeitsmangels und Kreislaufproblemen stationär behandelt werden.


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