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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
19. November 2015

Neuer Rekord: 2014 fast drei Millionen Bayern in der Klinik

Neuer Rekord: Mehr als 2,95 Millionen bayerische Bürger mussten vergangenes Jahr vollstationär in ein Krankenhaus. "Selbst wenn man den Einwohnerzuwachs im Freistaat berücksichtigt, sind das 15% mehr als vor zehn Jahren", bilanziert Christian Bredl, Leiter der Techniker Krankenkasse (TK) in Bayern. Rechnerisch ist derzeit jeder vierte Bayer einmal im Jahr stationär in der Klinik. Im Jahr 2005 war es nur jeder fünfte.

Hauptverursacher Kreislauf- und Muskel-Skelett-Erkrankungen
 
2014 waren über 130.000 Patienten mehr wegen Kreislauf- und Muskel-Skelett-Erkrankungen stationär als 2005. Das ist etwa ein Drittel aller zusätzlichen Klinikfälle. "Insbesondere Menschen bis zum mittleren Alter können durch einen gesunden, bewegten Lebensstil und mit ausgewogener Ernährung viele dieser Krankheiten vermeiden", ist sich Bredl sicher. Digitale Angebote sind hierbei für diese Generation eine wertvolle Hilfe.
 
Krankheiten vorbeugen mit Online-Coach und Gesundheits-Apps

Die TK hat deshalb das interaktive GesundheitsCoaching entwickelt. Es motiviert, schafft eine persönliche Betreuung und jeder kann für sich den passenden Coach wählen. Von Antistress- über Ernährungs-, Fitness- oder Nichtraucherangebote bis hin zum Walking-Coach ist alles dabei. Gesundheits-Apps, die zum Beispiel audiovisuelle Elemente bieten oder mit interaktiven Tests über Schlaganfall, Herzinfarkt oder Diabetes aufklären, können zusätzlich helfen, Krankheiten zu vermeiden.

Studie: Jeder fünfte Krankenhausaufenthalt vermeidbar
 
Auch Ärzte und medizinisches Personal können zu weniger Klinikaufenthalte beitragen. Vor Kurzem stellte eine Studie des Fachbereichs Health Services Management der Ludwig-Maximilians Universität (LMU) München fest, dass jeder fünfte Krankenhausfall beispielsweise durch ein wirkungsvolles Management chronischer Erkrankungen oder durch effektive Akutbehandlungen im ambulanten Sektor vermeidbar wäre. "Eine bessere Zusammenarbeit zwischen ambulantem und stationärem Bereich könnte jährlich in Bayern rund einer halben Million Patienten den Klinikaufenthalt ersparen", rechnet Bredl vor. "Neben dem Gewinn an Gesundheit für die Betroffenen, würde das sogar die Qualität im Gesundheitswesen steigern und unnötige Ausgaben in Millionenhöhe vermeiden." Im Schnitt kostet derzeit ein stationärer Aufenthalt etwa 4.100 Euro.

Quelle: TK


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