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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
16. Mai 2013

Modellprojekt der KV Sachsen zur Hochschulzulassung

Die bvmd teilt die Einschätzung des baden-württembergischen Wissenschaftsministeriums, dass die Hochschulzulassung nicht als Instrument geeignet ist, Studienbewerber "von vornherein auf ein späteres Tätigwerden im ländlichen Raum zu verpflichten" (1). Rechnet man die Zeit der Facharztausbildung bis zur möglichen Niederlassung ein, muss sich ein angehender Studierender, der eine solche Verpflichtung eingeht, mehr als elf Jahre vorher auf eine bestimmte Spezialisierung bzw. späteren Lebensort verpflichten. Dies hält die bvmd für eine zu starke Einschränkung der freien Entfaltung und persönlichen Entwicklung (2).

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Zusätzlich sorgt dieser Anreiz auf Studieninteressierte, die sonst keinen direkten Zugang zum Studium haben, langfristig dafür, dass die hausärztliche Versorgung den Ruf erhält, das Fach jener zu sein, die den “offenen Zugang” zum Studium nicht geschafft haben.

Unter diesem Aspekt ist es völlig unverständlich, dass die KV Sachsen einen Vertrag mit der Universität Pécs eingeht und Studienplätze im Ausland für Studierende finanziert, die sich verpflichten, zeitbegrenzt an der hausärztlichen Versorgung in Sachsen teilzunehmen.
Die bvmd kann die Sorgen der KV Sachsen in Bezug auf die Versorgungssicherheit nachvollziehen, aber statt durch Verträge mit ausländischen Kooperationsuniversitäten (3) eine Landarztquote einzuführen, sollten deutschlandweit die Ursachen für den Landarztmangel analysiert und möglichst beseitigt werden. Die Attraktivität des Hausarztberufes muss gesteigert werden und über innovative Lösungsansätze diskutiert und umgesetzt werden.

Die bvmd bringt sich gerne in diese Diskussion ein und zeigt die Perspektive der Medizinstudierenden auf, denn sie ist sich bewusst, dass für eine zukünftige flächendeckende ärztliche Versorgung dringend Lösungen gebraucht werden.

Literaturhinweise:
(1) http://www9.landtag-bw.de/WP15/Drucksachen/3000/15_3108_d.pdf
(2) http://bvmd.de/fileadmin/intern_alle/Positionspapiere/2010/2010-05_Positionspapier_Landarztquote.pdf
(3) http://www.aerzteblatt.de/archiv/128770/Aerztemangel-KV-Sachsen-zahlt-Medizinstudium-inUngarn

Quelle: bvmd


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