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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
26. März 2020

Auch Mittelstand fordert in Corona-Krise "Exit-Strategie"

Der Mittelstand hat in der Corona-Krise eine "Exit-Strategie" gefordert. Der Präsident des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft, Mario Ohoven, sagte der Deutschen Presse-Agentur, die Bundesregierung müsse zeitnah eine solche Strategie für ein schnelles Durchstarten der Unternehmen nach der Corona-Krise entwickeln. "Dazu muss jetzt vor allem die Arbeitsfähigkeit der mittelständischen Unternehmen gesichert werden. Ansonsten drohen nachhaltige Wohlstandsverluste. Wir reden hier von wenigen Wochen, nicht von Monaten."
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Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, mussten viele Geschäfte dichtmachen, Fabriken stoppten ihre Produktion. Dazu kommen einschneidende Beschränkungen im öffentlichen Leben. Erwartet wird inzwischen eine tiefe Rezession in Deutschland.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatte gesagt, er wolle ein Konzept für einen Weg aus den massiven Alltagseinschränkungen wegen der Corona-Krise erarbeiten. "Die Frage, wie wir diesen Krisenmodus wieder verlassen, wird jeden Tag wichtiger", sagte der CDU-Politiker der Wochenzeitung "Die Zeit". Es gehe darum, öffentliches Leben in Zeiten der Epidemie wieder möglich zu machen. "Bis spätestens Ostern will ich darauf eine gute Antwort geben können." Dabei müsse auch über neue Lösungswege nachgedacht werden.

Spahn erläuterte: "Ich denke an Beschleunigen und Bremsen, an eine sorgfältige Balance zwischen Eigenverantwortung und staatlicher Kontrolle." Das Virus sei da, und es werde bleiben. "Vielleicht müssen wir uns darauf einstellen, dass es über Wochen bestimmte Ausgangsbeschränkungen immer mal wieder und zeitlich begrenzt geben wird, je nachdem, wie sich das Virus regional ausbreitet."

Unionsfraktionsvize Carsten Linnemann (CDU) hatte ein Ende der wirtschaftlichen Auszeit nach Ostern gefordert. "Für die gesamte Volkswirtschaft und unseren Staat wird der Schaden nachhaltig und über Jahrzehnte nicht kompensierbar sein, wenn wir nicht spätestens nach Ostern die Wirtschaft wieder schrittweise hochfahren", hatte Linnemann der "Bild"-Zeitung am Mittwoch gesagt. Für manche Unternehmen sei jetzt schon die Grenze erreicht. Die Zeit bis dahin müsse genutzt werden, um das Virus einzudämmen und das Gesundheitssystem für die Epidemie zu präparieren.

Quelle: dpa


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