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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
05. April 2018

Mit der App "Husteblume" den Heuschnupfen im Griff

Mit steigenden Temperaturen nimmt auch der Pollenflug durch blühende Pflanzen zu. In Rheinland-Pfalz leidet etwa jeder Vierte an Heuschnupfen, wie die Allergie gegen Baum-, Kräuter- und Gräserpollen genannt wird. Mit der Gesundheits-App "Husteblume" will die Techniker Krankenkasse (TK) Pollenallergikern helfen, sich umfassend zu informieren, wie hoch die zu erwartende Belastung mit bestimmten Pollen an einem bestimmten Standort ist, um rechtzeitig reagieren zu können.
Studie zeigt Vorteile für die Nutzer auf

Das Universitätsklinikum Freiburg hat die TK-Allergie-App in einer Studie unter die Lupe genommen und Nutzer dazu befragt. Mehr als jeder Zweite gab an, sich besser über seine Allergie informiert zu fühlen. Jeder Dritte war der Meinung, durch die App besser mit der Allergie umgehen zu können und mehr als jeder Vierte berichtete, dass sich seine Lebensqualität durch die "Husteblume" verbessert habe. Die Nutzer loben, dass die App, die es für die Betriebssysteme iOS und Android gibt, übersichtlich und einfach zu bedienen ist. 85% der Studienteilnehmer wollen die App auch in Zukunft nutzen.

Optimale Grundlage für das Gespräch mit dem Arzt

"Es gibt eine große Auswahl an Pollenflugkalendern, aber die TK-Allergie-App bietet einiges mehr. So kann der Nutzer individuell einstellen, für welche Allergene er eine Warnung erhalten will. Enthalten ist auch ein Pollentagebuch, in dem man seine Beschwerden festhalten kann", erläutert Jörn Simon, Leiter der TK-Landesvertretung in Rheinland-Pfalz. "Werden die Symptome regelmäßig eingetragen, kann die App daraus maßgeschneidert eine persönliche Prognose berechnen. Auch eine Dokumentation der Medikamenteneinnahme ist integriert", so Simon. Damit habe der Patient auch eine optimale Grundlage für das Gespräch mit dem Arzt und eine Therapiekontrolle. Die TK-App sei eine wirksame Ergänzung zu den bewährten Allergiebehandlungen, erklärt Simon.

Gesundheits-Apps brauchen Risikoklassifizierung

Der Markt für Gesundheits-Apps boomt. Schätzungsweise gibt es über 220.000 gesundheitsbezogene Anwendungen in den beiden größten App-Stores. Für die wenigsten gibt es jedoch bislang wissenschaftliche Untersuchungen über Nutzen und Effizienz. Um den Besonderheiten dieser Produkte gerecht zu werden, hat die TK bereits 2016 vom IGES-Institut eine eigene Risikoklassifizierung für digitale Versorgungsprodukte entwickeln lassen. "Patienten, die digitale Anwendungen nutzen wollen, benötigen qualitätsgeprüfte Angebote. Deswegen haben wir die TK-Allergie-App wissenschaftlich untersuchen lassen", erklärt Jörn Simon. Nun würden weitere Funktionen entwickelt, damit Nutzer die App noch genauer auf ihre individuellen Allergiesymptome einstellen können.

Weiterführende Informationen zur Allergie-App "Husteblume" finden Sie unter:
https://www.tk.de/tk/themen/e-health-angebote/husteblume/723862

Quelle: Techniker Krankenkasse Landesvertretung Rheinland-Pfalz


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