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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
17. Februar 2017

Erstmals seit fünf Jahren wieder mehr Organtransplantationen

In Bayern ist die Zahl der Organtransplantationen 2016 erstmals seit fünf Jahren wieder gestiegen, wie die Techniker Krankenkasse (TK) in Bayern mitteilt. Während im vergangenen Jahr 579 Organe transplantiert wurden, waren es 2015 insgesamt 572. "Die Steigerung ist zwar sehr gering, aber nach dem dramatischen Einbruch 2013 um mehr als 20% geben die Zahlen Grund zur Hoffnung, dass der Abwärtstrend der vergangenen Jahre gebrochen ist", sagt Christian Bredl, Leiter der TK in Bayern. "Der Organspendeskandal hat den Bürgern das Vertrauen in die Transplantationsmedizin genommen. Es braucht Zeit bis die Glaubwürdigkeit wieder hergestellt ist."
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Bayern trotz dem Bundestrend

Mit dem Anstieg stemmt sich der Freistaat gegen den Bundestrend: Deutschlandweit sank die Zahl der Organtransplantationen von 4.058 in 2015 auf 4.009 im vergangenen Jahr. Trotz der steigenden Transplantationszahlen, ist die Zahl der Wartenden in Bayern konstant geblieben: 1.418 Menschen im Freistaat benötigen derzeit ein lebensrettendes Organ. Mit 1.116 Patienten warten die meisten Menschen auf eine Niere. 130 Menschen warten auf eine Leber, 117 auf ein Herz, 62 auf eine Lunge und 31 auf eine Bauchspeicheldrüse.

"Es gibt keine richtige oder falsche Entscheidung, wenn es um die Organspende geht. Wichtig ist, dass sich jeder für sich persönlich mit dieser Frage auseinander setzt und seine Entscheidung dokumentiert", sagt Bredl. In vielen Fällen sei bei potenziellen Spendern nicht bekannt, ob sie einer Organspende zustimmen. Dann müssen Angehörige in emotionalen Ausnahmesituationen eine Entscheidung treffen.

Digitalisierung birgt Chancen für Menschen auf der Warteliste

Bredl fordert, dass die Potenziale der Digitalisierung, die das vor einem Jahr in Kraft getretene E-Health-Gesetz ermöglicht, auch für die Organspende genutzt werden. "Auf der neuen elektronischen Gesundheitskarte sollte auch die Entscheidung für oder gegen die Organspende gespeichert werden. So ist im Notfall schnell ersichtlich, wie sich ein Patient entschieden hat", sagt Bredl.

Quelle: Techniker Krankenkasse Landesvertretung Bayern


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