Mittwoch, 16. Juni 2021
Navigation öffnen
Anzeige:
CAR T Prelaunch
CAR T Prelaunch
 
Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
03. November 2016

Marburger Bund warnt vor massenhafter Schließung von Krankenhäusern

Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund warnt vor einer massenhaften Schließung von Krankenhäusern. "In keinem anderen Versorgungsbereich hat es in den vergangenen Jahren mehr Rationalisierung und staatlich verfügten Kapazitätsabbau gegeben als im Krankenhaussektor", erklärte der Vorsitzende des Marburger Bundes, Rudolf Henke, am Donnerstag in Berlin anlässlich der Hauptversammlung seines Berufsverbandes in den kommenden beiden Tagen.

Anzeige:
Digital Gesamt 2021
Digital Gesamt 2021
 

Henke erläuterte weiter, in den vergangenen 20 Jahren seien rund 110.000 Krankenhausbetten abgebaut worden. Gleichzeitig sei die Zahl der stationär behandelten Patienten von rund 16 Millionen auf 19,2 Millionen gestiegen. Wer dann immer noch Hunderte von Krankenhäusern für überflüssig erkläre, rede letztlich einer Unterversorgung das Wort. Mit der freien Krankenhauswahl wäre es dann rasch vorbei, warnte Henke.

Er reagierte damit vor allem auf Äußerungen einer Gruppe von Wissenschaftlern der Akademie Leopoldina (Halle), die - nach dem dänischen Vorbild - vor allem auch aus wirtschaftlichen Gründen für eine massive Reduzierung der derzeit rund 2.000 Krankenhäuser in Deutschland auf 330 Zentralkliniken plädierten.

Dem hielt Henke entgegen, der Staat sei verpflichtet, eine gleichmäßige und für alle Menschen gut erreichbare stationäre Versorgung sicherzustellen. Krankenhäuser seien keine Profitcenter. Sie müssten vielmehr eine gleichermaßen wirtschaftliche wie bedarfsgerechte Versorgung organisieren. Die Umsetzung der Vorschläge aus der Leopoldina würde neben der Schließung von 1.670 Häusern ein Investitionsvolumen von 80 Milliarden Euro erfordern.

Quelle: dpa


Das könnte Sie auch interessieren
Mittelmeerdiät ist gesund – auch fernab mediterraner Gefilde
Mittelmeerdi%C3%A4t+ist+gesund+%E2%80%93+auch+fernab+mediterraner+Gefilde
© Daniel Vincek / fotolia.com

Neue Analysen der EPIC-Potsdam-Studie zeigen, dass eine mediterrane Kost auch außerhalb des Mittelmeerraums das Risiko für Typ-2-Diabetes senken kann. Zudem können Menschen mit Gemüse, Obst, Olivenöl und Co wahrscheinlich zusätzlich ihr Herzinfarkt-Risiko verringern. Die Ergebnisse zum Zusammenhang von regionalen Diäten und chronischen Erkrankungen haben DIfE-Wissenschaftler im Rahmen des Kompetenzclusters...

Krebstherapie-Nebenwirkungen wirksam bekämpfen, Patienten unterstützen – Bundesweit gültige Leitlinie verabschiedet
Krebstherapie-Nebenwirkungen+wirksam+bek%C3%A4mpfen%2C+Patienten+unterst%C3%BCtzen+%E2%80%93+Bundesweit+g%C3%BCltige+Leitlinie+verabschiedet
© vitanovski / Fotolia.com

Etwa eine halbe Millionen Menschen erkranken jedes Jahr in Deutschland an Krebs. Für viele ist die Behandlung mit erheblichen Nebenwirkungen verbunden, die die Lebensqualität der Patienten deutlich beeinträchtigen. Doch längst gibt es wirksame Therapien, um Nebenwirkungen wie Übelkeit und Erbrechen besser in den Griff zu bekommen. Die so genannten unterstützenden oder Supportiven Therapien haben in den...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Marburger Bund warnt vor massenhafter Schließung von Krankenhäusern"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der Medical Tribune Verlagsgesellschaft mbH - Geschäftsbereich rs media widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


EHA 2021
  • SCD: Neues digitales Schmerztagebuch zur tagesaktuellen Erfassung von VOCs wird in Beobachtungsstudie geprüft
  • Fortgeschrittene systemische Mastozytose: Französische Real-World-Studie bestätigt klinische Studiendaten zur Wirksamkeit von Midostaurin
  • CML-Management weitgehend leitliniengerecht, aber verbesserungsfähig – Ergebnisse einer Querschnittsbefragung bei britischen Hämatologen
  • Myelofibrose: Früher Einsatz von Ruxolitinib unabhängig vom Ausmaß der Knochenmarkfibrose
  • Hochrisiko-MDS und AML: Sabatolimab + Decitabin/Azacitidin zeigt in Phase-I-Studie anhaltende Remissionen bei guter Verträglichkeit
  • PNH: Neuer oraler Faktor-B-Inhibitor Iptacopan zeigt in Phase-II-Studie Wirksamkeit in der Erstlinie