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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE

09. Juni 2017 Marburger Bund startet neue Testimonial-Kampagne

„Mehr Zeit“ – das wünschen sich Ärztinnen und Ärzte in allen Versorgungsbereichen. Der hohe ökonomische Druck, die zunehmende Arbeitsverdichtung und fehlendes Personal lassen den Ärzten zu wenig Zeit für ihre eigentliche Tätigkeit, für Gespräche mit Patienten und Angehörigen, für Fort- und Weiterbildung sowie für Familie und Privatleben. Vor diesem Hintergrund hat der Marburger Bund das Thema „Mehr Zeit“ zum Dreh- und Angelpunkt einer neuen Testimonial-Kampagne (#MehrZeit) gemacht, die Ende Mai auf der 131. Hauptversammlung des Verbandes in Freiburg vorgestellt wurde.
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In den nächsten Wochen und Monaten werden Ärztinnen und Ärzte aus dem Marburger Bund auf Flyern und Plakaten, in gesonderten Videoclips, auf einer Kampagnen-Website und auf Facebook zum Ausdruck bringen, wofür sie sich im Klinikalltag mehr Zeit wünschen. Den Anfang macht das MB-Mitglied Dr. Friederike Schlingloff, Ärztin aus Hamburg, die ihre Botschaft so verstanden wissen will: „Keine Medizin nach Fallzahlen. Ich will endlich mehr Zeit für meine Patienten.“

Friederike Schlingloff nennt die Probleme beim Namen: „Die Medizin wird zunehmend von Betriebswirten bestimmt. Ausreichend Zeit für die Patientenversorgung ist da nicht vorgesehen.“ Es werde überall am Personal gespart. Dadurch müssten Ärzte oft zusätzlich arbeitsplatzfremde administrative Aufgaben übernehmen. „Wir haben einfach zu viel Bürokratie in der Klinik, die wir abgeben könnten. Ein bis zwei Schreibkräfte pro Station würden schon helfen“, sagt die junge Ärztin aus Hamburg.

Betriebswirtschaftliche Vorgaben drohen medizinische Erfordernisse zu überlagern. So bleibt für persönliche Zuwendung und eingehende Patientengespräche im hektischen Klinikalltag häufig zu wenig Raum – trotz täglicher Überstunden. Der Zeitdruck ist einfach zu groß. Klar ist: Es muss sich dringend etwas ändern. Heilen braucht Zeit.

Der Marburger Bund macht sich deshalb stark für:
 
  • eine ausreichende Personalausstattung und Vorgaben für eine Mindestbesetzung
  • mehr Fortbildungen für Ärzte durch Freistellung und finanzielle Förderung
  • eine Entlastung von rein administrativen Tätigkeiten
  • flexible Arbeitszeiten und mehr Verlässlichkeit bei der Dienstplangestaltung
  • weniger Zusatzdienste und mehr freie Wochenenden
Auf einer Landing Page hat der Marburger Bund alle wesentlichen Informationen zu seiner neuen Kampagne gebündelt. Hintergründe und Fakten finden Sie auf www.marburger-bund.de/zeit

Die Landesverbände des Marburger Bundes beraten zu allen Fragen rund um Arbeitszeiten, Überstunden und Dienstplangestaltung. Ärztinnen und Ärzte, die sich eine Übersicht über ihre tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden verschaffen wollen, können sich die MB-Echtzeit-App (http://www.marburger-bund.de/mitgliederservice/app) herunterladen.

Quelle: Marburger Bund


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