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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
18. Juni 2012

Marburger Bund: „Kommunale Arbeitgeber betreiben Niedergang des Öffentlichen Gesundheitsdienstes“

Der Marburger Bund hat das Scheitern der Schlichtung über eine Tarifregelung für die Ärzte im Öffentlichen Gesundheitsdienst als massiven Vertrauensbruch durch die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) und schwere Hypothek für alle weiteren Tarifverhandlungen mit der kommunalen Arbeitgeberorganisation bezeichnet.

„Die VKA hat sich mit ihrer eiskalten Haltung auf den Weg des Niedergangs des Öffentlichen Gesundheitsdienstes begeben und damit die kommunale Verantwortung für die gesundheitliche Gefahrenabwehr in der Hand der Städte, Kreise und Gemeinden verraten“, sagte Rudolf Henke, 1. Vorsitzender des Marburger Bundes. Der MB werde deutlich machen, dass für die zunehmenden Mängel im Öffentlichen Gesundheitsdienst unmittelbar die Oberbürgermeister, Bürgermeister und Landräte verantwortlich seien.

Durch die sture Verweigerungshaltung der Arbeitgeber in der Schlichtung und den Tarifverhandlungen seien die Aufgaben für die Leiter der Gesundheitsämter objektiv unlösbar geworden. Die von der VKA befürwortete individuelle Zulage bei regionalen Stellenbesetzungsproblemen in Höhe von rund 5000 Euro pro Jahr zeige, dass den Kommunen bei der Gewinnung von Ärzten für die gesundheitliche Gefahrenabwehr das Wasser bis zum Hals stehe. Dass die VKA dennoch eine tarifliche Lösung hintertreibe, sei an Zynismus kaum zu überbieten. „Hier zündelt die VKA mit der Gesundheit der Menschen“, sagte Henke.

Der Marburger Bund rufe alle Ärztinnen und Ärzte in den Gesundheitsämtern auf, ihren Anspruch auf Zulage geltend zu machen. Die Ärztegewerkschaft werde ein Register der Gesundheitsämter schaffen und die Praxis der Vergütung dokumentieren. „Wir sind bereit mit jeder Kommune, die die Lage in den Gesundheitsämtern verbessern will, einen eigenständigen Ärzte-Tarifvertrag abzuschließen“, erklärte der MB-Vorsitzende.

Quelle: Marburger Bund


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