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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
24. Januar 2017

Nicht alkoholbedingte Fettleber: bng befürwortet Register

"Übergewicht, unausgewogene Ernährung und Bewegungsmangel führen zu Störungen des Fettstoffwechsels, in deren Folge auch die Leber nachhaltig geschädigt wird“, erklärt der Hepatitis-Experte vom Berufsverband der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte, Dr. Karl-Georg Simon. Die nicht alkoholbedingte Fettleber ist die häufigste Lebererkrankung in Deutschland. Weil sie kaum spezifische Beschwerden macht, wird sie oft erst spät diagnostiziert und deshalb auf riskante Weise unterschätzt.
„Die Fettleber ist längst zu einer Volkskrankheit geworden, deren Folgen für die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung immer relevanter werden wird“, betont der Leberexperte. „In naher Zukunft werden neue, zunächst sicher teure Medikamente für die Behandlung zur Verfügung stehen. Daher wird es dringend Zeit, Kriterien zu entwickeln, an denen die künftige Versorgung der Patienten ausgerichtet werden kann.“

Bisher liegen nur retrospektive Daten für Risikofaktoren und besonders betroffene Patientengruppen vor, die Eingang in die Therapie-Empfehlungen der Fachgesellschaft gefunden haben. Der Nutzen ist unklar. „Wir benötigen dringend ein Register, in dem aktuelle Daten über die Versorgungssituation der an Fettleber erkrankten Patienten gesammelt werden“, sagt Dr. Simon. „Aus der Datenanalyse können dann Rückschlüsse über Risikofaktoren gezogen und Patientengruppen identifiziert werden, die von den demnächst verfügbaren medikamentösen Behandlungen profitieren.“

Das Ziel des Berufsverbandes ist es, eine Situation, wie sie bei der Einführung der neuen Medikamente zur Behandlung der Hepatitis C entstanden ist, nicht wieder aufkommen zu lassen. Hier war die Finanzierung der teuren Wirkstoffe lange ungeklärt, was zu Verzögerungen der Patientenversorgung und zu erheblichen Regressrisiken für die versorgenden Fachärzte geführt hat. „Wir müssen vorausschauend handeln und rechtzeitig eine solide Datenbasis für künftige Strukturverträge zur raschen Einführung der neuen Therapien schaffen. Deshalb unterstützen die niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte den Aufbau eines Registers zur Erfassung der nicht alkoholischen Fettleber in Deutschland.“

Quelle: Berufsverband Niedergelassener Gastroenterologen Deutschlands e.V.


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