Dienstag, 11. Mai 2021
Navigation öffnen
Anzeige:
Zytiga
Zytiga
Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
02. Februar 2017

Männer drücken sich vor Krebsvorsorge

32.695 Bayern starben 2015 an Krebs – es ist nach den Herz-Kreislauf-Erkrankungen die zweithäufigste Todesursache im Freistaat. Mit modernen Früherkennungsmethoden können viele Erkrankungen heute bereits frühzeitig diagnostiziert werden. Die bayerischen Männer drücken sich jedoch vor der Vorsorge. Nicht einmal jeder Vierte nutzt die kostenfreien Früherkennungsuntersuchungen für Männer über 45 Jahre, wie die Versichertendaten der Techniker Krankenkasse (TK) zeigen.
"Wir beobachten, dass die Männer in Bayern bei der Teilnahmequote an Vorsorgeuntersuchungen im Bundesvergleich auf dem vorletzten Platz liegen", sagt Christian Bredl, Leiter der TK in Bayern. "Nur knapp ein Viertel lässt sich durchchecken".

Frauen gehen doppelt so häufig zur Vorsorge

Die bayerischen Frauen sind beim Thema Vorsorge deutlich gesundheitsbewusster. Rund 60% nehmen die jährliche Früherkennungsuntersuchung beim Gynäkologen wahr. Ab 50 Jahren können Frauen zusätzlich ein Mammografie-Screening durchführen lassen, um Tumore in der Brust frühzeitig zu erkennen. Dieses Angebot nutzen jedes Jahr rund 40% der Frauen im Freistaat.

Brust- und Prostatakrebs am häufigsten in Bayern

In Bayern erkranken jedes Jahr rund 67.000 Menschen neu an Krebs. Bei Frauen ist Brustkrebs (ca. 10.000 Fälle) die häufigste Diagnose, gefolgt von Darmkrebs (ca. 4.000 Fälle) und Lungenkrebs (ca. 2.000 Fälle). Die häufigsten Krebsarten bei Männern sind Prostatakrebs (ca. 8.500 Fälle), Darmkrebs (ca. 5.000 Fälle) und Lungenkrebs (ca. 4.000 Fälle).

"Je früher der Krebs diagnostiziert wird, desto besser ist er therapierbar und desto höher sind die Heilungschancen", sagt Bredl. "Jeder muss für sich selbst entscheiden, ob er die Früherkennungsuntersuchungen der Kassen nutzen möchte. Versicherte sollten sich darüber informieren, welche Angebote es gibt und für sich persönlich Vorteile und Risiken abwägen."

Informationen über Risiko und Nutzen von Früherkennungsuntersuchungen finden Sie unter http://www.tk.de/tk/35602.

Quelle: Techniker Krankenkasse Landesvertretung Bayern


Anzeige:
Blenrep
Blenrep
Das könnte Sie auch interessieren
Wirksamkeitsstudie wird mit 1,5 Millionen Euro gefördert
Wirksamkeitsstudie+wird+mit+1%2C5+Millionen+Euro+gef%C3%B6rdert
©Photographee.eu - stock.adobe.com

Ein Forschungsteam der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) untersucht in einer Studie, wie effektiv Menschen mit einer Krebserkrankung durch das Online-Tool Make It (1)  geholfen werden kann. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt die Arbeit des Teams der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie am LVR-Klinikum Essen mit rund 1,5 Millionen Euro bis...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Männer drücken sich vor Krebsvorsorge"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der Medical Tribune Verlagsgesellschaft mbH - Geschäftsbereich rs media widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.