Donnerstag, 13. Mai 2021
Navigation öffnen
Anzeige:
Imfinzi NSCLC
Imfinzi NSCLC
Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
17. September 2012

KVBB: „Rote Karte für die Krankenkassen – KVBB-Vertreterversammlung einigt sich auf Protestmaßnahmen ab kommenden Montag“

Scharf attackierte die Vertreterversammlung (VV) der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg (KVBB) auf ihrer heutigen Sitzung das Verhalten der Krankenkassen bei den laufenden Honorarverhandlungen auf Bundesebene. Als „ignorant, arrogant und unanständig“ bezeichnete der Vorstandsvorsitzende der KVBB, Dr. Hans-Joachim Helming, das Auftreten der Kassen-Vertreter in den Verhandlungsrunden. Sie hätten komplett aus den Augen verloren, was für die Versorgung ihrer Versicherten medizinisch notwendig sei. Vielmehr führten sie sich wie Dagobert Duck auf, der auf seinem Geldsack von 23 Mrd. Euro sitzt und nichts davon rausrücken wolle. „Vernünftige Verhandlungen sind so nicht mehr möglich.“

Anzeige:
Digital Gesamt 2021
Digital Gesamt 2021
 

Das lassen wir uns nicht mehr bieten, darüber waren sich die Vertreter des KVBB-Ärzteparlaments einig. Deshalb wird es ab kommendem Montag, dem 17. September, in allen Brandenburger Praxen Protestaktionen geben. Diese richteten sich ausdrücklich gegen die Krankenkassen. „Ihnen gebührt die Rote Karte“, betonte Dr. Helming. „Für uns als Ärzte stehen unsere Patienten ganz klar an erster Stelle. Erst wenn sie ordentlich versorgt sind, können wir uns anderen Dingen, beispielsweise Anfragen der Krankenkassen, widmen.“

Einstimmig verabschiedete die KVBB-Vertreterversammlung einen Katalog verschiedener Protestmaßnahmen. Dazu gehören unter anderem:

- Anfragen der Krankenkassen werden bis auf weiteres auf Eis gelegt.
- Gesprächstermine mit Mitarbeitern von Krankenkassen werden nur vor 7.30 Uhr bzw. nach 20 Uhr vereinbart. Damit haben Ärzte mehr Zeit für die Behandlung der Patienten.
- Dokumentationen, die allein den Verwaltungsaufgaben der Krankenkassen dienen, unterbleiben.
- Fortbildungstage oder -wochen für Ärzte und ihr Praxisteam.

Auch die KVBB als Körperschaft des öffentlichen Rechts und Partner der Krankenkassen in der gemeinsamen Selbstverwaltung wird den Kassen deutlich die rote Karte zeigen. Sie werde bis auf weiteres alle Gespräche mit Vertretern der Krankenkassen auf Landesebene aussetzen, erläuterte Dr. Helming. Des Weiteren habe der Haushaltsausschuss der KVBB empfohlen, alle Ausgaben der Ärzte für die „gemeinsame Selbstverwaltung“ einzufrieren.

Vehement wiesen die VV-Mitglieder die heutige Kritik von Brandenburgs Gesundheitsministerin, Anita Tack, an den geplanten Protestaktionen zurück. Statt an das ärztliche Ethos zu erinnern, sollte sich die Landesregierung lieber dafür engagieren, dass die Kassen für die medizinische Versorgung der Menschen in Brandenburg das erforderliche Geld bereitstellen.

Quelle: Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg


Anzeige:
Tukysa
Tukysa
 
Das könnte Sie auch interessieren
Mit neuer Website „psyche-hilft-koerper.de“ finden Krebspatienten schnell und einfach psychoonkologische Hilfe
Mit+neuer+Website+%E2%80%9Epsyche-hilft-koerper.de%E2%80%9C+finden+Krebspatienten+schnell+und+einfach+psychoonkologische+Hilfe
© www.psyche-hilft-koerper.de

Die Website „psyche-hilft-koerper.de“ ermöglicht es, über eine Postleitzahl-Suche Psychoonkologen in der Region, in der man lebt, zu finden. Eine psychoonkologische Betreuung unterstützt Patienten u. a. dabei, ihre Krebserkrankung zu verarbeiten, das seelische Befinden zu verbessern sowie körperliche Ressourcen zu stärken (1). Novartis Oncology hat sich nicht nur der Entwicklung innovativer Arzneimittel...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"KVBB: „Rote Karte für die Krankenkassen – KVBB-Vertreterversammlung einigt sich auf Protestmaßnahmen ab kommenden Montag“"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der Medical Tribune Verlagsgesellschaft mbH - Geschäftsbereich rs media widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.