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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
07. Dezember 2015

Kosten für Heilmittel steigen rasant - TK befürwortet mehr Gesundheitsförderung

Die Kosten für Heilmittel sind in Rheinland-Pfalz innerhalb eines Jahres um 8,6 Prozent gestiegen, wie die Landesvertretung der Techniker Krankenkasse (TK) in Rheinland-Pfalz heute mitteilt. Die gesetzlichen Krankenkassen gaben im ersten Halbjahr 2015 fast 148 Millionen Euro für Krankengymnastik, Ergotherapie, Sprachtherapie etc. aus, rund 11,7 Millionen mehr als im Vorjahreszeitraum. Durchschnittlich erhielt mehr als jeder vierte GKV-Versicherte eine Verordnung für ein Heilmittel. Fast jede zweite Verordnung wurde von niedergelassenen Hausärzten ausgestellt. Auf Orthopäden entfielen hingegen lediglich knapp 15%.

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Die Physiotherapie - hierzu zählen etwa Krankengymnastik, Lymphdrainage und Manuelle Therapie - war dabei die umsatzstärkste Gruppe mit einem Anteil von 71%. Bei den Verordnungen lag der Anteil sogar bei 85%. Physiotherapien werden hierbei besonders häufig Menschen im Alter zwischen 50 und 65 Jahren verordnet. "Viele Menschen in diesem Alter haben oft mit Rückenschmerzen zu kämpfen - das zeigt auch unser Gesundheitsreport, der die Fehltage der Arbeitnehmer analysiert. Hier müssen wir noch mehr in den Betrieben ansetzen. Die betriebliche Gesundheitsförderung kann viel zur Mitarbeitergesundheit beitragen", erklärt Anneliese Bodemar, Leiterin der TK-Landesvertretung in Rheinland-Pfalz.
 
Mehr als 1.000 Firmen und Betriebe haben allein im vergangenen Jahr von TK-Angeboten zur betrieblichen Gesundheitsförderung profitiert. Mit dem Präventionsgesetz will die Bundesregierung ab dem kommenden Jahr für mehr Einsatz in Sachen Gesundheitsförderung sorgen. Die Techniker Krankenkasse (TK) teilt diesen Ansatz, denn Prävention kann Leiden verhindern und die Wahrscheinlichkeit von Erkrankungen verringern. Die politisch motivierte Hoffnung, dem Gesundheitssystem dadurch Geld zu sparen, ist nach Ansicht der TK wissenschaftlich jedoch nicht belegt.
 
Nach Auffassung der TK ist es richtig, den Beitrag der Krankenkassen für Prävention hochzusetzen, wie es in dem Präventionsgesetz verabschiedet wurde. Insbesondere begrüßt die TK, dass künftig ein verlässliches Finanzvolumen für Prävention in den Lebenswelten zur Verfügung steht. "Präventionsangebote funktionieren dann am besten, wenn sie gesundheitsförderliche Strukturen dort etablieren, wo sich Menschen in ihrem Alltag ohnehin aufhalten", ist Bodemar überzeugt. Das große Vorhaben "Mehr Prävention" brauche jedoch eine breitere gesellschaftliche Basis. Denn es handele sich um eine gesamt gesellschaftliche Aufgabe, betont die TK-Landeschefin.

Quelle: TK-Landesvertretung Rheinland-Pfalz


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