Donnerstag, 6. Mai 2021
Navigation öffnen
Anzeige:
CAR T Prelaunch
CAR T Prelaunch
 
Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
08. Februar 2018

Koalitionsvertrag übernimmt Forderungen des Deutschen Hebammenverbandes

Der neue Koalitionsvertrag von Union und SPD beinhaltet die Umsetzung von drei Hauptzielen des Deutschen Hebammenverbandes e. V. (DHV). Seit Jahren verweist der Verband auf die zunehmende Verschlechterung der Geburtshilfe in Deutschland und fordert die zügige Umsetzung der Akademisierung der Ausbildung. Nun sollen in der kommenden Legislaturperiode die flächendeckende Versorgung mit Hebammenhilfe sowie eine qualitativ hochwertige Geburtshilfe sichergestellt werden. Zudem soll die Berufsausbildung zur Hebamme entsprechend einer EU-Vorgabe akademisiert werden.
Anzeige:
Bevacizumab
„Nach jahrelangem Ringen für eine bessere Geburtshilfe in Deutschland freuen wir uns sehr über die Aufnahme unserer Themen in den Koalitionsvertrag“, sagt Ulrike Geppert-Orthofer, Präsidentin des Deutschen Hebammeneverbandes. „In vielen Gesprächen mit Politikerinnen und Politikern haben wir immer wieder die teilweise besorgniserregende Situatiion der Kolleginnen und der Schwangeren thematisiert. Mit der flächendeckenden Versorgung, einer hohen Qualität der Geburtshilfe und der Akademisierung des Berufsstandes sollen gleich drei unserer wichtigsten Ziele in der neuen Legislaturperiode umgesetzt werden. Das unterstreicht die gesamtgesellschaftliche Bedeutung von Hebammen.“ Der DHV hat im Vorfeld der Bundestagswahl durch intensive Gespräche mit den Parteien und auf bundesweiten Veranstaltungen immer wieder auf die prekäre Situation von Hebammen und Schwangeren hingewiesen. Durch fortwährende Klinikschließungen, die Zentralisierung der Geburtshilfe und die Tatsache, dass zu wenig Hebammen Geburtshilfe anbieten, hat sich die Situation zunehmend verschärft. Unter anderem wurden Schwangere von Kliniken abgewiesen.

Mit der Umsetzung einer EU-Richtlinie zur Akademisierung der Hebammenausbildung wird diese in Deutschland auf europäisches Niveau angehoben. Deutschland ist mit wenigen Ländern heute das Schlusslicht bei der Akademisierung der Ausbildung. Durch die Umsetzung der EU-Richtlinie wird sie nun auf allgemeingültiges europäisches Niveau angehoben und in allen EU-Ländern als gleichwertig anerkannt. Zudem ergeben sich damit für künftige Auszubildende vielfältige Karrierewege und Möglichkeiten zur Spezialisierung.

Quelle: Deutscher Hebammenverband e.V. (DHV)


Das könnte Sie auch interessieren
Brustkrebs bei Männern
Brustkrebs+bei+M%C3%A4nnern
© Antonio Tanaka - stock.adobe.com

Jährlich erkranken zwischen 600 und 700 Männer an Brustkrebs. Das macht rund ein Prozent aller Brustkrebsfälle aus. Da es für Männer keine Brustkrebs-Früherkennungsprogramme gibt und der Gedanke an Krebs zunächst fern liegt, wird die Erkrankung beim Mann meist erst in späteren Stadien diagnostiziert als bei Frauen. Dadurch verstreicht wertvolle Zeit, die bei der Behandlung fehlt. Wie Brustkrebs beim Mann entsteht, erkannt und behandelt wird,...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Koalitionsvertrag übernimmt Forderungen des Deutschen Hebammenverbandes"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der Medical Tribune Verlagsgesellschaft mbH - Geschäftsbereich rs media widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.