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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
28. Juni 2016

Klinisches Forschungskolleg in der Altersmedizin

Wie lässt sich das Regenerationsvermögen von Lebergewebe verbessern, so dass auch die Organe von älteren Spendern erfolgreich transplantiert werden können? Welche Signalwege sind in alten Muskelfasern oder den Immunzellen des alternden Gehirns verändert, so dass der Abbau von Muskelmasse und das schlechte Gedächtnis zu typischen Alterserscheinungen werden? Diesen Fragen können junge Fachärzte künftig in einem klinischen Forschungskolleg am Universitätsklinikum Jena nachgehen, das die Else-Kröner-Fresenius-Stiftung in den kommenden drei Jahren mit insgesamt einer Million Euro fördert.

"Wir wollen jungen, forschungsinteressierten Medizinern mit klinischer Erfahrung die Möglichkeit geben, sich einer Grundlagenfrage in ihrem Fachgebiet zu widmen, deren Antwort direkt auf neue therapeutische Ansätze zielt", beschreibt der Koordinator Prof. Otto Witte das Ziel des Kollegs. Für ihre Forschungsarbeit werden die Kollegiaten anderthalb Jahre von ihren ärztlichen Aufgaben freigestellt, dazu kommen ein Mentoring-Programm, Seminare und Methodenkurse.
 
Im Forschungskolleg werden Neurologen, Kardiologen, Hämatologen, Bauchchirurgen, Zellbiologen und Humangenetiker des Jenaer Klinikums und Wissenschaftler des Fritz-Lipmann-Instituts für Alternsforschung zusammenarbeiten. Sie suchen nach Wegen, in den vier verschiedenen Organsystemen Gehirn, Blut, Muskel und Leber den altersbedingten Störungen der Zell- und Gewebefunktion entgegenzuwirken. Prof. Witte: "Die eher grundlagendominierte Alternsforschung und die bislang vor allem von Versorgungsforschung geprägte Altersmedizin wollen wir näher zueinander bringen und die Kollegiaten für eine wissenschaftliche Karriere in diesem spannenden Gebiet begeistern."
 
Ärzte aus den beteiligten Kliniken des Universitätsklinikums können sich mit ihrem Projektvorschlag für das Kolleg bewerben, die von einer Fachjury ausgewählten Kollegiaten werden noch in diesem Jahr ihre Forschungsarbeit beginnen.

Kontakt:
Prof. Dr. Otto W. Witte
Klinik für Neurologie, Universitätsklinikum Jena
Tel.: 03641/932340, E-Mail: otto.witte@med.uni-jena.de

Quelle: Universitätsklinikum Jena


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