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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
25. November 2019

SPD-Landesminister: Kliniken sollen Kurzzeit-Pflege anbieten dürfen

Die Bedingungen für die Kurzzeit-Pflege sollten nach Ansicht von Sozialministern besser werden. "In jedem Bundesland gibt es das Problem, dass einer hohen Nachfrage regelmäßig ein zu geringes Angebot an Kurzzeit-Pflegeplätzen gegenübersteht", sagte Mecklenburg-Vorpommerns Ressortchefin Stefanie Drese (SPD) der Deutschen Presse-Agentur in Schwerin. Gemeinsam mit Niedersachsen will sie einen Lösungsvorschlag bei der Arbeits- und Sozialministerkonferenz am Mittwoch und Donnerstag in Rostock unterbreiten.
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Das Problem sei die Wirtschaftlichkeit, erklärte Drese. Ein Kurzzeit-Pflegeplatz werde oft von jetzt auf gleich gebraucht. Die Patienten blieben aber nur für kurze Zeit – das Gesetz sieht maximal acht Wochen vor. Es müsse deshalb so viel Personal und Ausstattung vorgehalten werden, dass sich unter den bisherigen Rahmenbedingungen Kurzzeit-Pflege häufig nicht lohne. "Wir wollen, dass das Betreiben von Einrichtungen deutlich attraktiver wird", sagte Drese, die derzeit Vorsitzende der Arbeits- und Sozialministerkonferenz ist.

Die Antragsteller schlagen eine höhere Vergütung der Kurzzeit- und Verhinderungspflege vor. Außerdem sollte es auch Krankenhäusern erlaubt werden, Kurzzeit-Pflege anzubieten. Pflegeheime wiederum sollten verpflichtet werden, einen bestimmten Anteil Betten für die Kurzzeit-Pflege freizuhalten. Die höheren Aufwendungen und die Einnahmeausfälle, wenn Plätze nicht genutzt werden, müssten von den Pflegekassen bezahlt werden, sagte Drese.

Laut Statistischem Bundesamt leben in Deutschland mehr als drei Millionen Pflegebedürftige. Gut drei Viertel von ihnen werden zu Hause versorgt – entweder von Angehörigen allein oder mit Hilfe ambulanter Pflegedienste.

Quelle: dpa


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