Montag, 2. August 2021
Navigation öffnen
Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
01. März 2018

Keine Legalisierung von Cannabis ohne wirksamen Jugendschutz

Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) warnt vor dem geplanten Cannabisprojekt in Düsseldorf und anderen deutschen Städten. Der Düsseldorfer Kinder- und Jugendarzt und Sprecher des BVKJ, Dr. H. Josef Kahl äußerte sich dazu am Mittwoch in Düsseldorf: "Cannabiskonsum ist unter Kindern und Jugendlichen im Alter von zwölf bis 17 Jahren weit verbreitet. Er hat zudem seit 2011 stetig zugenommen."
"Cannabis ist keineswegs harmlos. Es beeinträchtigt fatal die Gehirnstrukturen und auch die neurokognitive Leistungsfähigkeit junger Menschen. Damit stellt der Cannabiskonsum eine ernsthafte Gesundheitsgefahr dar. Je früher Kinder mit dem Konsum beginnen, desto gefährlicher ist die Droge", so Kahl.

Dr. Thomas Fischbach, Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte, ergänzte: "Wenn jetzt das Gesundheitsdezernat der Stadt Düsseldorf und auch in anderen Städten Konsum und Verkauf von Cannabis legalisieren wollen, brauchen wir einen wirksamen Jugendschutz analog zu den Regeln des Jugendschutzes beim Alkohol. Dieser muss dann aber auch flächendeckend mit wirksamen Konzepten umgesetzt werden. Beim Alkohol gelingt das bis heute nicht, das zeigen die immer noch erschreckend hohen Zahlen komasaufender Jugendlicher, die sich den Alkohol oftmals von volljährigen Freunden besorgen lassen. Die gesundheitlichen Langzeit-Gefahren von Cannabis sind zum Teil noch größer als die von Alkohol. Es muss also verhindert werden, dass 18-jährige in der Apotheke Cannabis kaufen und an 14-jährige weitergeben können. Sollte es zur Entkriminalisierung von Cannabis kommen, fordern wir, in die Umsetzung des zugehörigen Jugendschutzes eingebunden zu werden."

Quelle: Berufsverband der Kinder-und Jugendärzte (BVKJ)


Anzeige:
Digital Gesamt 2021
Digital Gesamt 2021
 
Das könnte Sie auch interessieren

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Keine Legalisierung von Cannabis ohne wirksamen Jugendschutz"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der Medical Tribune Verlagsgesellschaft mbH - Geschäftsbereich rs media widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


EHA 2021
  • SCD: Häufigere und längere VOC-bedingte Krankenhausaufenthalte nach Vorgeschichte von VOC-Hospitalisierungen – Ergebnisse einer Beobachtungsstudie
  • Real-World-Daten des ERNEST-Registers untermauern Überlebensvorteil unter Ruxolitinib bei primärer und sekundärer Myelofibrose
  • I-WISh-Studie: Ärzte sehen TPO-RAs als beste Option, um anhaltende Remissionen bei ITP-Patienten zu erzielen
  • Phase-III-Studie REACH2 bei steroidrefraktärer akuter GvHD: Hohes Ansprechen auf Ruxolitinib auch nach Crossover
  • SCD: Neues digitales Schmerztagebuch zur tagesaktuellen Erfassung von VOCs wird in Beobachtungsstudie geprüft
  • Französische Real-World-Studie: Eltrombopag meist frühzeitig nach ITP-Diagnose im Rahmen eines Off-label-Use eingesetzt
  • Fortgeschrittene systemische Mastozytose: Französische Real-World-Studie bestätigt klinische Studiendaten zur Wirksamkeit von Midostaurin
  • CML-Management weitgehend leitliniengerecht, aber verbesserungsfähig – Ergebnisse einer Querschnittsbefragung bei britischen Hämatologen
  • Britische Real-World-Studie: Kardiovaskuläres Risikomanagement bei MPN-Patienten in der Primärversorgung nicht optimal
  • Myelofibrose: Früher Einsatz von Ruxolitinib unabhängig vom Ausmaß der Knochenmarkfibrose