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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
07. Dezember 2015

Katastrophenmanagement in Saint Louis

An Freitagen herrscht im Hôpital Saint Louis in der Notaufnahme stets Hochbetrieb. Die diensthabenden Ärzte und Schwestern mussten abends - gegen 21.30 zunächst ganz ohne Informationen zur Situation in der Innenstadt - mit der Versorgung vieler Schwerverletzter mit Schussverletzungen beginnen und die Arbeit koordinieren. Dazu ist im New England Journal of Medicine online nun ein Bericht erschienen.

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Das Krankenhaus ist spezialisiert auf Hämatologie, Onkologie, Urologie. Es gibt keine Trauma-Abteilung, Neuro-, Thorax- oder Gefäßchirurgie. Während an diesem Freitag, den 13. November 2015, gegen 22 Uhr kaum Informationen vorlagen, gelang es, innerhalb der nächsten Stunden die Zusammenarbeit der Leitstelle, Polizei und Rettungskräfte der Services d'Aide Médicale Urgente (SAMU) so zu koordinieren, dass alle Patienten gut versorgt werden konnten. Da die Patienten nicht transportfähig waren, kamen spezialisierte Chirurgen anderer Kliniken dorthin, um vor Ort zu operieren.

Ebenso wichtig war, dass auch für die Tage nach dem Ereignis genügend Personal einschließlich Fachkräfte für eine psychologische Betreuung für Patienten und Angehörige zur Verfügung stand. Für die Opfer eines solchen Verbrechens ist zur Verarbeitung der Situation im Sinne einer Resilienz maßgeblich, dass ihnen sofort die bestmögliche Unterstützung gegeben wird und sie nicht hinterher darum kämpfen müssen, so einer der Ärzte.

Die Herausforderung besteht darin, dass das Gesundheitswesen Katastrophen solcher Art antizipieren muss. Vorbereitet zu sein, ist in einer solchen Situation hilfreicher, als im Katastrophenfall improvisieren zu müssen.
(übers. v. Red.)

Haug C. Report from Paris. NEJM December 2, 2015, DOI: 10.1056/NEJMp1515229
http://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMp1515229?query=featured_home


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