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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
17. Juni 2013

Jeder vierte Minijobber zahlt für die Rente ein

Seit der Einführung der Rentenversicherungspflicht für Minijobber zu Jahresbeginn zahlt jeder vierte geringfügig Beschäftigte Beiträge für die Rente ein. Das geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten Bilanz der zuständigen Deutschen Rentenversicherung Knappschaft Bahn-See (KBS) für das erste Quartal hervor. Damit hätten sich weniger Menschen von der Beitragsleistung befreien lassen als von der Bundesregierung ursprünglich erwartet, sagte eine KBS-Sprecherin. "So gesehen ist das durchaus ein Erfolg." Die Verdienstgrenze für Minijobs war zu Jahresbeginn zugleich von 400 auf 450 Euro angehoben worden.

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Die Bundesregierung hatte im Herbst vergangenen Jahres bei den Beratungen über die Versicherungspflicht mit 90% Befreiungen gerechnet. Viele Minijobber sind bereits Rentner oder haben Ansprüche aus einem anderen sozialversicherungspflichtigen Job und nutzen deshalb die gesetzliche Option der Befreiung. Der Anspruch für Minijobber ergebe keine auskömmliche Rente, sei aber trotzdem für viele Versicherte attraktiv, sagte die Sprecherin. Er ermögliche etwa das Riestersparen und eröffne den Zugang zu Angeboten der Rehabilitation. Außerdem zählten die Jahre voll für Rentenanwartschaften.

Minijobber zahlen im gewerblichen Bereich 3,9% ihrer Einkünfte, 15% übernimmt der Arbeitgeber. Im Privathaushalt - etwa bei vielen Putz- oder Betreuungsstellen - muss der Minijobber dagegen 13,9% selbst zahlen, der Arbeitgeber übernimmt 5% Insgesamt haben rund 7 Millionen Menschen in Deutschland einen angemeldeten Minijob, etwa zwei Drittel sind Frauen. Der DGB hatte die Anhebung der Verdienstgrenze kritisiert. Er befürchtet die Verfestigung von Armutsjobs. Über die Quartalszahlen der KBS hatte vorab die "Welt" berichtet.


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