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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
10. Juni 2016

Jeder sechste Senior nimmt potentiell gefährliche Pillen

Senioren in Bayern bekommen häufig Medikamente verordnet, die für sie gefährlich werden können. Das ergab eine aktuelle Auswertung der Techniker Krankenkasse (TK). Demnach erhielten im vergangenen Jahr 15,6% der Bayern über 65 Jahre Pillen mit Wirkstoffen, die auf der so genannten Priscus-Liste stehen.

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Priscus-Liste dient zur Orientierung

Auf der Priscus-Liste stehen 83 Wirkstoffe, die für Menschen ab 65 wegen ihrer Nebenwirkungen problematisch sein können. Senioren sind besonders anfällig für Neben- und Wechselwirkungen von Arzneien. Ihre Organe arbeiten nicht mehr so schnell, Wirkstoffe werden schlechter aufgenommen beziehungsweise abgebaut. Mögliche Folgen: Schwindel, Gangunsicherheit, Sturzgefahr, Nierenschäden oder Magenblutungen. "Wirkstoffe aus der Priscus-Liste können aber für ältere Menschen das Mittel der Wahl sein. Wichtig ist, dass der Arzt vor Verordnung genau zwischen Nutzen und Risiko des Präparats abwägt", sagt Christian Bredl, Leiter der TK in Bayern.

Medikationsplan wichtig

Viele Senioren nehmen zudem mehrere Medikamente ein, was zu Problemen mit Wechselwirkungen führen kann. Damit Ärzte und Patienten künftig einen Überblick über alle Verordnungen sowie die Selbstmedikation haben, soll ab 1.Oktober dieses Jahres jeder Patient einen Medikationsplan erhalten - allerdings nur in Papierform. "Solche Daten gehören in eine elektronische Patientenakte. Der Zeitplan des E-Health-Gesetzes sollte daher unbedingt eingehalten werden, um die notwendigen Voraussetzungen dafür zu schaffen", fordert Bredl.

Quelle: Techniker Krankenkasse Bayern


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