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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
12. Oktober 2017

Infektionen auf internationaler Ebene bekämpfen

Ab Sonntag treffen sich mehr als 1.600 Wissenschaftler, Politiker, Wirtschaftsvertreter sowie Bürger aus über 80 Ländern zum jährlichen World Health Summit in Berlin. Gemeinsam diskutieren die Experten über globale Fragen des Gesundheitsmanagements und der Gesundheitsversorgung, erarbeiten zukünftige Strategien zum weltumfassenden Gesundheitsschutz und sprechen Handlungsempfehlungen aus. Das ambitionierte Ziel der Gipfelteilnehmer ist, die weltweite Gesundheit durch einen offenen Dialog und konstruktive Zusammenarbeit zu verbessern.
Noch immer stellen Infektionen ein sehr wichtiges Thema für die weltweite Gesundheit dar, was durch die steigende Zahl von antibiotikaresistenten Krankheitserregern sowie das vermehrte Auftreten von lebensbedrohlichen Pilzinfektionen und Sepsis-Erkrankungen verdeutlicht wird. Aus diesem Grund richten das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Konsortium InfectControl 2020 und der Leibniz-Forschungsverbund INFECTIONS´21 - Bekämpfung von Infektionskrankheiten im 21. Jahrhundert gemeinsam eine Teilveranstaltung des World Health Summit aus. Beide Verbünde widmen sich dem vielschichtigen Problem der Infektionskrankheiten in einem interdisziplinären Ansatz. In dem gemeinsam organisierten Workshop „Sepsis und Infektionen im 21. Jahrhundert“ treten die Verbünde in den Dialog mit der Politik, um neue Strategien und Methoden der Infektionsbekämpfung und Vermeidung zu diskutieren.

Der World Health Summit steht unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel, Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron und des Präsidenten der Europäischen Kommission Jean-Claude Juncker und gilt als das wichtigste strategische Forum für weltweite Gesundheitsfragen. Im Gegensatz zu den gegenwärtigen medizinischen Versorgungsansätzen, die die Behandlung kranker Menschen in den Vordergrund stellen, fördern die Experten des Gipfels Gesundheitssysteme, die eine wirksame Prävention von Krankheiten vorsehen.

Über InfectControl 2020

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert mit rund 45 Millionen Euro circa 30 Forschungsprojekte im Rahmen von InfectControl 2020, in denen Industrie- und Wissenschaftspartner aus ganz Deutschland interdisziplinär neue Strategien zur Infektionsbekämpfung erarbeiten. Erstmalig widmen sich Wissenschaftler und Unternehmer unterschiedlicher Disziplinen und Branchen in diesem Umfang dem so vielschichtigen Problem der Infektionskrankheiten.

Über INFECTIONS´21

INFECTIONS´21 ist einer der 12 interdisziplinären Leibniz-Forschungsverbünde, zu denen sich insgesamt 83 Leibniz Institute zusammengeschlossen haben. Über mehrere Jahre angelegt und offen für die Zusammenarbeit mit Universitäten und anderen außeruniversitären Forschungs- und Infrastruktureinrichtungen bearbeiten sie aktuelle wissenschaftlich und gesellschaftlich relevante Fragestellungen. Die Ziele des Forschungsverbunds INFECTIONS´21 sind die Ausbreitungswege der Erreger zu erforschen, daraus neue Strategien und Methoden für Frühwarnsysteme – auch unter Beteiligung der Öffentlichkeit – zu entwickeln, ein verbessertes Management von Ausbrüchen zu erarbeiten sowie eine optimierte Eindämmung der Erregerausbreitung zu erreichen.

Quelle: Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie


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