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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
15. Juli 2015

IMK-Indikator: Rezessionsrisiko leicht gesunken

Das Risiko, dass die deutsche Wirtschaft in nächster Zeit in eine Rezession gerät, ist in den vergangenen Wochen leicht gesunken. Das signalisiert der Konjunkturindikator des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) in der Hans-Böckler-Stiftung. Für den Zeitraum von Juli bis Ende September 2015 weist das IMK-Frühwarninstrument eine mittlere Rezessionswahrscheinlichkeit von 16,3 Prozent aus. Im Juni waren es 17,3 Prozent. Nach dem Ampelsystem des Indikators liegt die Rezessionswahrscheinlichkeit damit stabil im "grünen Bereich" (keine Rezessionsgefahr), der von null bis 30 Prozent reicht.

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In die Gleichungen des Indikators fließen zahlreiche Daten aus der Real- und der Finanzwirtschaft ein. Darüber hinaus berücksichtigt das Instrument Stimmungsindikatoren. Das IMK nutzt bei seinem Indikator die Industrieproduktion als Referenzwert für eine Rezession, weil diese rascher auf einen Nachfrageeinbruch reagiert als das Bruttoinlandsprodukt (BIP). Das Frühwarnsystem signalisiert eine Rezession, wenn die Industrieproduktion über fünf Monate um mindestens ein Prozent schrumpft.

Die leichte Verbesserung der Indikator-Prognose erklären die Wissenschaftler des IMK vor allem damit, dass in den vergangenen Wochen die Auftragseingänge aus dem Ausland erneut gestiegen sind. Dieser positive Trend wirke sich unter dem Strich stärker aus als die Stimmungsindikatoren, die zuletzt rückläufig waren.

Der neue Indikatorwert bildet mögliche Folgen der Vereinbarungen zwischen Griechenland und seinen Gläubigern noch nicht ab. Das IMK sieht es aber als wichtige Voraussetzung für eine positive wirtschaftliche Entwicklung auch in Deutschland an, dass es gelingt, einen griechischen Staatsbankrott dauerhaft zu verhindern. "Ob die Brüsseler Einigung die Krise wirklich löst, ist noch offen. Das hängt wesentlich davon ab, dass die in Aussicht gestellten Möglichkeiten für öffentliche Investitionen rasch und durchgreifend genutzt werden. Denn nur so kann die griechische Wirtschaft wieder auf die Beine kommen", sagt Prof. Dr. Gustav A. Horn, der wissenschaftliche Direktor des IMK.

Das Düsseldorfer Institut hat seine kürzlich erschienene Konjunkturprognose ausdrücklich unter den Vorbehalt gestellt, dass ein Grexit vermieden wird. Für den Fall, dass das gelingt, rechnet das IMK in diesem Jahr mit 2,0 und für 2016 mit 2,2 Prozent Wirtschaftswachstum in Deutschland. Den Aufschwung führen die Konjunkturforscher in erster Linie auf die lebhafte private Nachfrage zurück, die sich wesentlich auf die positive Arbeitsmarktentwicklung und steigende Löhne stützt. "Die Fortsetzung der Verhandlungen zwischen Griechenland und seinen Gläubigern und die stabilen Werte des IMK-Indikators stärken unsere Erwartung, dass der Aufschwung weitergeht", sagt Horn.
Der IMK Konjunkturindikator wird monatlich aktualisiert.

Quelle: Hans-Böckler-Stiftung


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