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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
24. August 2017

Hoffnung auf eine Reform des Zulassungsverfahrens in der Medizin

Die Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland e.V. (bvmd) begrüßt die Überprüfung der Verfassungsmäßigkeit des deutschen Vergabesystems für Studienplätze für das Fach Humanmedizin durch das Bundesverfassungsgericht. Im Mittelpunkt des Verfahrens mit mündlicher Verhandlung am 4. Oktober 2017 stehen alle Bestandteile des Zulassungsverfahrens: angefangen bei der Bestenquote, dem Auswahlverfahren der Hochschulen (AdH) und der Wartezeitquote über die Vorabquoten bis hin zu der Quotenaufteilung im Gesamtsystem.
Die bvmd bekräftigt erneut ihre Forderung nach einer grundlegenden Reform des Auswahlverfahrens zum Medizinstudium. Die Abiturnote allein eignet sich nicht zur Bewertung der Eignung für ein Medizinstudium. Auch das derzeitige Verfahren der Wartezeitquote muss dringend in ein anderes, geeigneteres Verfahren überführt werden, das qualifizierte Studienbewerber früh erkennt und ihnen den Zugang zum Medizinstudium ermöglicht.

Für das Medizinstudium sollten aus der hohen Bewerberzahl die Menschen ausgewählt werden, die am besten für das Studium geeignet sind. Dabei reicht die Fokussierung auf den NC nicht aus. Es lässt sich nicht ändern, dass nicht alle Bewerber auf Medizinstudienplätze tatsächlich auch studieren können. Allerdings sollte eine Selektion derart gerecht sein, dass die Kriterien potentiell von jedem Menschen beeinflusst werden können. Die Abiturbesten- und die Wartezeitquote sollten in ein neues polymodales Zulassungsverfahren überführt werden, in dem neben der Abiturdurchschnittsnote auch Kriterien wie fachspezifische Studierfähigkeitstests, abgeschlossene Berufsausbildung, Freiwilligendienste, kognitiven Fähigkeiten, soziale Kompetenz und Motivation bei der Vergabe der Studienplätze berücksichtigt werden.

Quelle: Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland e.V. (bvmd)


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