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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
22. Februar 2017

DAK-Analyse zeigt Höchststand beim Kinderkrankengeld für Väter

Väter melden sich immer öfter von der Arbeit ab, um ihre kranken Kinder zu Hause zu pflegen. 2016 wurde laut Analyse der DAK-Gesundheit die Rekordmarke von 23% erreicht. Im Vergleich zu 2010 hat sich der Wert nahezu verdoppelt (2010: 13%). Besonders engagiert sind Väter in Thüringen und Sachsen: Hier lag die Betreuungsquote bei knapp 30%.
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Rund 70.000 DAK-Versicherte reichten im vergangenen Jahr Anträge für das sogenannte Kinderpflege-Krankengeld ein. Der Anteil der Väter, die ihre kranken Kinder zu Hause betreuen, stieg auf 23% an (2015: 20%). Die Krankenkasse beobachtet diesen Trend bereits seit sieben Jahren. Renate Lang, Gleichstellungsbeauftragte der DAK-Gesundheit, bewertet die Entwicklung positiv: „Gleichberechtigung funktioniert nur, wenn die Männer mitmachen – nicht nur im Job, sondern auch bei der Kinderbetreuung. Unsere Auswertung zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“

Traditionell ist der Anteil der Väter, die im Krankheitsfall auf ihre Kinder aufpassen, in den östlichen Bundesländern deutlich höher als im Westen. So auch im Jahr 2016: Die Väter in Thüringen und Sachsen sind mit einem Betreuungsanteil von über 28% vorn, dicht gefolgt von Brandenburg und Sachsen-Anhalt (27 und 26%). Das Saarland belegt mit 16% den letzten Platz nach Rheinland-Pfalz (18%), Bayern und Baden-Württemberg (je 19%).  

Krankenkassen springen ein, wenn Eltern mit kranken Kindern zu Hause bleiben und der Arbeitgeber keine Lohnfortzahlung leistet. Anspruch auf das Krankengeld haben gesetzlich versicherte Eltern von Kindern bis zu zwölf Jahre. Väter und Mütter mit einem Kind haben jeweils Anspruch auf zehn Arbeitstage pro Kalenderjahr. Bei Alleinerziehenden sind es 20 Arbeitstage. Die Höhe des Kinderpflege-Krankengelds beträgt zwischen 90 und 100% des ausgefallenen Nettogehalts.

Quelle: DAK-Gesundheit


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