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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
04. Juli 2013

Hausärzte-Chef: "Planung ist das eine - aber gibt es genug Ärzte?"

In Deutschland kümmern sich weniger Ärzte um die Basisversorgung der Menschen als auf dem Papier vorgesehen. Im Interview mit der Deutschen Presse-Agentur: der Vorsitzende des Deutschen Hausärzteverbandes, Ulrich Weigeldt.

Derzeit gibt es Streit um die Umsetzung einer Neuplanung des Ärztenetzes in Deutschland. Der Sinn der Übung ist es, den Ärztemangel zu stoppen - wird das gelingen?

Die Planung ist das eine, das andere ist, ob wir tatsächlich genügend Hausärzte haben, um die geplanten Sitze zu besetzen. Der Vorteil einer besseren Planung ist sicher, dass offenbar wird, an welchen Stellen Hausärzte fehlen. Dann kann es gezieltere Werbung geben, dass sich dort auch welche niederlassen.

Wieviele Hausärzte gibt es heute in Deutschland?

Wir haben ungefähr 50.000 Hausärzte auf dem Papier - hausärztlich tätige Internisten, Fachärzte für Allgemeinmedizin und praktische Ärzte. Von denen sind allerdings 15 bis 20% nicht wirklich hausärztlich tätig, sondern bedienen bestimmte Schwerpunkte.

Was machen diese Ärzte?


Das ist ganz unterschiedlich. Es gibt Schwerpunktpraxen, die sich entwickelt haben für Krebserkrankungen, für Diabetes, psychotherapeutische Praxen, Praxen, die sich sehr stark mit der Substitution bei Drogenabhängigen beschäftigen. Das sind Praxen, die sich auf Hausarztsitzen gegründet und dann weiterentwickelt haben.

Was bedeutete diese Entwicklung?

Auch deshalb gibt bereits heute Lücken bei der Grundversorgung, etwa auch bei Hausbesuchen. Und in den nächsten fünf Jahren scheiden rund fast 20% der Hausärzte aus. Unsere Hauptforderung ist es, die Arbeits- und Honorarbedingungen zu erleichtern und damit die Attraktivität des Berufs zu erhöhen.


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