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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
15. Januar 2021

Hartmannbund kritisiert neue Approbationsordnung

Mehr Schatten als Licht. So könnte man die Stellungnahme des Hartmannbundes zum Referentenentwurf der neuen Approbationsordnung betiteln, die der Verband gestern fristgerecht beim Bundesgesundheitsministerium eingereicht hat.
„Dass die Trennung von vorklinischen und klinischen Ausbildungsinhalten aufgehoben wird, finden wir gut. Ebenso die Festschreibung digitaler Lehrmethoden, die Einbeziehung des Themas Patientensicherheit und die Aufteilung des Praktischen Jahres in Quartale, auch wenn es dabei sehr auf die Umsetzung ankommt“, erklären Anna Finger und Philip Simon, Vorsitzende des Ausschusses der Medizinstudierenden. Kritisch äußert sich der Ärzteverband allerdings mit Blick auf die Erhöhung der Gesamtstundenanzahl des Medizinstudiums um über 800 Stunden. Dieses stehe in direktem Widerspruch zu den Forderungen des MM2020. Die Einführung neuer wichtiger Studieninhalte, wie z.B. einer wissenschaftlichen Arbeit, erfordere eben auch die Streichung anderer, obsoleter Inhalte, heißt es in der Stellungnahme. Außerdem dürften – bei allem Verständnis für die Stärkung der Allgemeinmedizin – individuelle Gestaltungsmöglichkeiten für die Studierenden nicht verringert werden. Dies geschehe jedoch durch die inhaltliche Aufteilung der Blockpraktika und den allgemeinmedizinischen Prüfungsanteil des 3. Staatsexamens, der indirekt zu einem PJ-Quartal in einer Allgemeinmedizinischen Praxis verpflichten würde. Kein Verständnis haben die Studierenden, dass es im „Kapitel PJ“ bei den Themen Aufwandsentschädigung und Trennung von Urlaubs- und Krankentagen weiterhin „Fehlanzeige“ heißt.

Schließlich fehlen dem Hartmannbund auch ausreichende Übergangszeiten zwischen der aktuellen und der neuen Approbationsordnung und eine Ergänzung der Innovationsklausel, die auch weiterhin eine inhaltliche Umstrukturierung des Humanmedizinstudiums ermöglicht.

Quelle: Hartmannbund - Verband der Ärzte Deutschlands e.V.


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