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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
03. September 2012

Hartmannbund: „Ärzteprotest muss vor allen Dingen die Krankenkassen treffen“ – Aufruf zur „Urabstimmung“ über Praxisschließungen

Der Vorsitzende des Hartmannbundes, Dr. Klaus Reinhardt, hat nach dem Abbruch der Verhandlungen zwischen Ärzteschaft und Krankenkassen im Erweiterten Bewertungsausschuss dazu aufgerufen, mit den nun bevorstehenden Protestmaßnahmen vor allem die Krankenkassen zu treffen.

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Bei der Bearbeitung von Regressen, beim Anfragewesen für das Kostencontrolling oder aber auch bei Wirtschaftlichkeitsprüfungen seien die Kassen auf die Zuarbeit von Ärzteseite angewiesen, deutete Reinhardt erste Möglichkeiten an.

"Die Ärzteschaft ist sich im Klaren darüber, wo die Fronten verlaufen und sie wird deshalb zunächst so weit wie möglich versuchen, ihre Patientinnen und Patienten nicht unnötig in Mitleidenschaft zu ziehen." Zwar sei es nicht vermeidbar, dass im Laufe eskalierender Proteste auch Patientinnen und Patienten betroffen wären, dies werde allerdings nicht vorrangiges Ziel der Ärzteschaft sein. Reinhardt mahnte im Übrigen ein geschlossenes und abgestimmtes Vorgehen aller Ärzteverbände an – auch jenseits vielleicht im Einzelfall vorliegender Partikularinteressen.

Hartmannbund ruft seine Mitglieder zur „Urabstimmung“ über Praxisschließungen auf

Der Hartmannbund wird nach dem endgültigen Scheitern der Verhandlungen im Erweiterten Bewertungsausschuss unverzüglich mit einer Urabstimmung unter seinen Mitgliedern über Praxisschließungen in der letzten Septemberwoche beginnen. Diese koordiniert mit weiteren Ärzteverbänden durchgeführte Aktion soll bis zum kommenden Dienstag Aufschluss über die Kampfbereitschaft der Ärzte in Deutschland bringen.

Der Vorsitzende des Hartmannbundes, Dr. Klaus Reinhardt, zeigte sich von einer überwältigenden Zustimmung überzeugt. Parallel dazu sollen unter Federführung der Allianz Deutscher Ärzteverbände Gespräche mit den Kassenärztlichen Vereinigungen darüber geführt werden, inwieweit man durch geeignete Maßnahmen gegenüber den Krankenkassen vor allem diejenigen treffen kann, die durch ihr Verhalten in den letzten Wochen und Monaten diese Eskalation nötig gemacht haben. Reinhardt: „Damit wollen wir deutlich machen, dass die Frontlinie zwischen Ärzten und Kassen verläuft und nicht zwischen uns und unseren Patienten.“

Quelle: Hartmannbund


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